Berlin-Besucher werden künftig fürs Müllsammeln belohnt

| Tourismus Tourismus

Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie zum Beispiel Müll einsammeln oder sich anderweitig nachhaltig bei ihrer Reise verhalten. Noch diesen Sommer soll das Programm «BerlinPay» starten.

Im Fokus stehen dabei in diesem Jahr die Gewässer, wie aus einer Webseite der Tourismusagentur Visit Berlin hervorgeht. Zuvor hatte die «B.Z.» berichtet. 

«Wir machen verantwortungsvolles Handeln sichtbar und belohnen es. Wer sich am und auf dem Wasser bewusst verhält – etwa Müll sammelt, den Kiez verschönert oder soziale Projekte unterstützt – erhält bei teilnehmenden Partnern eine Anerkennung: kleine Vorteile oder besondere Berlin-Erlebnisse», heißt es aus der Webseite, die sich an potenzielle Sponsoren richtet. Denn Visit Berlin sucht derzeit noch nach Unterstützern für das Projekt, bei denen die Touristen die kleinen Vorteile einlösen können. 

Vorbild Kopenhagen

Gesucht werden der Webseite zufolge Unternehmen, Institutionen und Initiativen mit Bezug zu Berlins Gewässern, darunter auch Gastronomen, Hotels sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen. 

Details zu bereits gefundenen Partnern gibt Visit Berlin auf Anfrage noch nicht bekannt. Das gesamte Programm soll Mitte Mai offiziell vorgestellt werden.

Vorbild für «BerlinPay» ist ein Konzept aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, «CopenPay». Dabei werden unter anderem Bootstouren oder Fahrrad-Mieten verschenkt, wenn die Touristen beispielsweise eine Anreise mit Bahn statt Flugzeug nachweisen können oder sich anders nachhaltig verhalten haben. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juni 2,9 Prozent weniger Übernachtungen verbucht als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 wurde mit 223,8 Millionen Übernachtungen dennoch ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum erreicht.

Die Bahn registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeiter und reagiert mit der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Bodycams sowie verstärkten Schutzmaßnahmen.

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben die Wahl zum Naturwunder des Jahres 2026 gestartet. Bis Ende September stehen neun Naturschauplätze aus sieben Bundesländern zur Online-Abstimmung.

In allen Bundesländern sind Sommerferien, und in Mecklenburg-Vorpommern sind Tausende Urlauber unterwegs. Die landeseigene MV Tourismus GmbH zieht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Hauptsaison - mit ein paar Wolken am Ferienhimmel.

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.