Berlin-Touristen nutzen jetzt Info-Säulen mit WLAN

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Am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg ist die erste von 220 Informationssäulen für Berlin-Besucher eingeweiht worden. Weitere sieben Säulen seien bereits montiert und sollen in den nächsten Wochen für die Pilotphase in Betrieb genommen werden, wie die Senatsverwaltungen für Umwelt und für Wirtschaft am Montag mitteilten. Die Stelen sind Teil des Projekts «Free WiFi Berlin». Sie enthalten Informationen unter anderem zu Sehenswürdigkeiten, Verkehrsverbindungen, Spielplätzen und Toiletten. Auch bieten sie einen kostenfreien Zugang ins Internet. Die Stelen sind in Anlehnung an die bestehenden städtischen Wegweiser Saphirblau lackiert.

Ingmar Streese, Staatssekretär für Verkehr: „Die modernen, barrierefreien Informationsstelen sorgen für bessere Orientierung und mehr Informationen für die Gäste aus aller Welt und für alle Berlinerinnen und Berliner. Die Informationsstelen machen es für alle einfacher und komfortabler, die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken.“

Barbro Dreher, Staatssekretärin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die von unserem Haus geförderten Informationsstelen bieten den Berliner*innen und unseren Gästen aus aller Welt eine umfassende und zeitsparende Möglichkeit, sich in der Hauptstadt noch besser zurechtzufinden und interessante Ziele zu entdecken. Mit unserem Tourismuskonzept für einen stadtverträglichen Tourismus wollen wir auf Highlights in den Randbezirken hinweisen und unsere Gäste neugierig machen. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Stelen nicht nur in der City aufgestellt werden, sondern auch in der gesamten Stadt sichtbar werden.“

Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin: “Es freut mich, dass alle neuen Infostelen über WLAN verfügen werden. Touristen, aber auch Einheimische wissen bei Sichtung der Infostelen sofort, dass sie hier die nötigen Umgebungshinweise finden, aber auch WLAN nutzen können. Dieses werden wir über das WLAN-Projekt der Senatskanzlei „Free Wifi Berlin“ bereitstellen. Zudem begrüße ich, dass die erste Infostele im Herzen Berlins – am Breitscheidplatz – errichtet wird und hier ein Symbol für Zukunft und Kommunikation darstellt.“

Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung und Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH: „Mit den neuen Informationsstelen komplettieren wir für das Land Berlin das Touristische Informationssystem. Durch die Evaluation der laufenden Pilotphase können wir gewährleisten, dass die berlinweit geplanten Informationsstelen den Erwartungen und Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer optimal entsprechen.“

Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin: „Wir sind gespannt, wie unsere Gäste das neue Angebot annehmen. Ein umfangreiches Leitsystem für unsere Millionen von Besucherinnen und Besuchern ist dringend notwendig.“

Die Informationsstelen werden in der Innenstadt ebenso wie in den Außenbezirken aufgestellt, überwiegend an U- und S-Bahnhöfen, aber auch an besonders stark frequentierten Plätzen und Sehenswürdigkeiten. Die Standorte wurden auf Grundlage von Studien und Gutachten im Rahmen einer Standortkonzeption ausgewählt und mit den Bezirken abgestimmt.

Das Grunddesign der analogen und digitalen Stelen ist identisch. Die Vorder- und Rückseiten bestehen aus einer saphirblau lackierten Aluminiumverkleidung, die Seitenteile sind mit gebürstetem Edelstahl verkleidet. Auf der Vorderseite der Informationsstelen befindet sich ein Grafikfenster. Es enthält eine Orientierungskarte mit Sehenswürdigkeiten der Umgebung, eine Übersichtskarte und eine Legende mit Service-Hinweisen (ÖPNV-Anschlüsse, Taxi, Toiletten, Polizei usw.). Gestaltet sind sie nach dem Prinzip des „Design for all“, sodass die grafischen und technischen Komponenten der Stele für alle Nutzer*innen gut zugänglich sind.

Digitale Stelen zeigen auf einer Seite das identische Informationsangebot wie analoge Stelen, auf der anderen Seite bieten sie ein erweitertes touristisches Informationsangebot, das durch ein digitales Display mit Touchscreen abgerufen werden kann. Neben der Umgebungskarte gibt es touristische Informationen zu verschiedenen standortspezifischen Themen, die für Nutzer*innen von Interesse und über Buttons (z. B. „meistbesucht“ oder „unvermutet“) abrufbar sind. Weiterführende Informationen werden über digitale Schnittstellen angeboten. Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ist seitlich ein Audiomodul integriert, mit dem alle Inhalte des Displays als Audioinformation abrufbar sind (Zwei-Sinne-Prinzip).

Die Pilotphase dient dazu, Nutzerfreundlichkeit und Nutzerbedürfnisse, Prozessoptimierung, Bedarf und Anforderungen in unterschiedlichen stadträumlichen Situationen, praktische Gebrauchsfertigkeit und betriebliche Faktoren (Wartung, Kosten etc.), Barrierefreiheit und Vandalismus-Resistenz zu evaluieren.


 

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