Berliner Senat denkt über vorübergehende Tegel-Schließung nach

| Tourismus Tourismus

Für den Flughafen Tegel zeichnet sich eine vorübergehende Schließung aufgrund des neuartigen Coronavirus ab. «Also ich werde hier nicht das Versprechen abgeben, dass zum Beispiel Tegel oder eine andere Betriebsstätte des Flughafens nicht temporär geschlossen wird», sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Zuvor hatte der rbb berichtet. Aus Fraktionskreisen hieß es, derzeit werde geprüft, wie schnell die Flughafengesellschaft von der sogenannten Betreiberpflicht entbunden werden könne. Das Land Berlin ist zu mehr als einem Drittel an den Hauptstadt-Flughäfen Schönefeld und Tegel beteiligt.

Der restliche Flugverkehr würde im Falle einer Schließung auf den zweiten Standort Schönefeld umgeleitet werden. Unklar war zunächst, ob sich der Bund als weiterer Gesellschafter von einem Betriebsstopp in Tegel überzeugen lässt. Schließlich starten von dort die Regierungsflieger.

Hintergrund sind die massiven Einbrüche bei den Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent an den Berliner Flughäfen aufgrund von Sars-CoV-2. Kollatz sprach von zweistelligen Millionenverlusten, die derzeit eingefahren würden. «Die Coronakrise trifft die Flughäfen schwer», hieß es auch vonseiten der Flughafengesellschaft. «Um durch die Krise zu kommen, muss alles auf den Prüfstand. Unsere Gesellschafter erwarten gerade - angesichts des Unterstützungsbedarfs - von uns, dass wir die Kosten drastisch senken.»

Der Flughafen Tegel soll mit der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER Ende Oktober ohnehin komplett geschlossen werden.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tourismusverband MV für Verschiebung der Sommerferien auf Spätsommer

Angesichts der massiven Probleme der Reisebranche in Deutschland durch die Corona-Krise hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine einmalige Verschiebung aller Sommerferientermine auf August und September vorgeschlagen.

Tui erhält Milliardenkredit

Die Zeichen standen schon gut, jetzt ist die Entscheidung da: Die Tui kann mit einem Staatskredit die nächste Zeit überbrücken. Aber das globale Reisegeschäft liegt am Boden, viele Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Reicht die Unterstützung aus?

Ärztepräsident erwartet noch massive Einschränkungen für Sommerurlaub

Der Sommerurlaub wird nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein. «Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können», sagte der Präsident der Bundesärztekammer.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister hofft auf Boom des Inlands-Tourismus

Der für den Norden so wichtige Tourismus liegt in der Corona-Krise am Boden. Aber Minister Buchholz will die Sommersaison nicht verloren geben. Der FDP-Politiker hält zumindest für die nächsten Jahre sogar einen Boom für möglich.

Paris hilft gebeutelter Tourismusbranche

Auch Frankreich greift seiner besonders betroffenen Tourismusbranche unter die Arme. Bislang wurden staatlich garantierte Kredite in Höhe von über einer halben Milliarde Euro an Branchenunternehmen zugesagt.

Gewerkschafter fürchten Aus für Germanwings

Gewerkschafter und Personalvertreter haben der Lufthansa vorgeworfen, die Coronakrise für einen rabiaten Konzernumbau nutzen zu wollen. Man gehe davon aus, dass noch in dieser Woche die Schließung der Lufthansa-Tochter Germanwings verkündet werden solle.

Corona: Auch Tripadvisor will helfen

Auch Tripadvisor will in der Corona-Krise helfen und hat dazu nun verschiedene Initiativen angekündigt, um wirtschaftliche Unterstützung für lokale Unternehmen zu leisten. So zum Beispiel kostenlose Gutschein-Funktionen und eine Spendenkampagne.

Die besten Filme gegen Fernweh

Urlaub auf Balkonien und Couch statt Strandliege – das sind derzeit leider die einzigen Alternativen für Urlauber. Wen trotzdem die Reiselust packt, für den hat HolidayCheck die besten Film-Alternativen zu den beliebtesten Reisedestinationen zusammengestellt.

Corona-Krise: Saudis steigen bei US-Kreuzfahrtriese Carnival ein

Saudi-Arabien steigt in der Corona-Krise als Großaktionär beim angeschlagenen US-Kreuzfahrtkonzern Carnival ein. Carnival steht mit dem Rücken zur Wand - die Kreuzfahrtbranche zählt zu den Wirtschaftszweigen, die besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden.

Corona: Deutsche Bahn ist pünktlicher

Auch wegen der Corona-Pandemie sind die Fernzüge der Deutschen Bahn im März pünktlicher ans Ziel gelangt. Allerdings waren die Fahrgastzahl und die Taktung der Züge deutlich niedriger als sonst. Ein wichtiger Grund für Verspätungen fiel damit weg.