BTW-Index: Kleiner Dämpfer für die Reiselaune der Deutschen

| Tourismus Tourismus

Die Verunsicherung aufgrund des Brexits und globaler Handelskonflikte dämpft einer Umfrage zufolge die Reiselust der Menschen in Deutschland. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) planen die Bundesbürger für das kommende Jahr rund 0,5 Prozent mehr Reisetage als 2019. Damit habe sich die Dynamik gegenüber dem Jahreswechsel 2018/2019 abgeschwächt, liege aber nach wie vor auf einem positiven Level.

In diesem Jahr sank die Zahl der privaten Reisetage nach ersten Daten demnach um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,704 Milliarden. Zwar unternahmen die Menschen mehr mehrtägige Trips (plus 2 Prozent), allerdings machten sie weniger Tagesausflüge (minus 6 Prozent). Durch das Minus bei den Tagesausflügen sei man knapp an einem neuen Rekordjahr vorbeigeschrammt, erläuterte BTW-Präsident Michael Frenzel. «Die viel herbeigeredete Flug- und Kreuzfahrtscham spiegelt sich im Reiseverhalten nicht wider.»

Die Entwicklung der Reiselaune spiegelt den Angaben zufolge die allgemeine Verbraucherstimmung wider. Brexit und internationale Handelskonflikte verunsicherten die Beschäftigten in der Exportnation Deutschland. Positiv wirkten hingegen die weiterhin gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, steigende Einkommen sowie Niedrigzinsen.

Der BTW-Index umfasst Kurzausflüge, Tagestrips sowie Mehrtagesreisen - ob Verwandtenbesuch in Deutschland, Strandurlaub am Mittelmeer, oder Kreuzfahrten. Der Index wird zwei Mal im Jahr veröffentlicht. Grundlage ist unter anderem der monatliche GfK-Konsumklimaindex, für den etwa 2000 Verbraucher befragt werden. Die Turbulenzen aufgrund der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook im September fanden keinen Eingang in die Befragung. Große Veranstalter hatten jüngst aber von steigenden Buchungszahlen für den Winter und die wichtige Sommersaison 2020 berichtet. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Die DDR-Marineplattform Ostervilm vor Rügen wurde an ein österreichisches Fertighausunternehmen versteigert. Die neuen Eigentümer planen den Umbau der maroden Ostsee-Station zu einem exklusiven, ökologischen Hotel- und Veranstaltungsort.

Eine Untersuchung von Klarna belegt einen deutlichen Wandel im deutschen Urlaubsverhalten hin zu häufigeren und kürzeren Reisen im Jahr 2026. Dies bringt veränderte Anforderungen an die kontinuierliche Finanzplanung und das persönliche Reisebudget mit sich.

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.

Fünf deutsche Gemeinden von den Alpen bis zur Ostsee bewerben sich bei der Welttourismusorganisation um die Auszeichnung als beste Tourismusdörfer der Welt. Die Orte folgen auf die Vorjahressieger Bad Hindelang und Schiltach.