Buchungen für Sommerurlaub ziehen an

| Tourismus Tourismus

„Mit der heutigen Aufhebung der Reisewarnung für zahlreiche europäische Reiseziele, steht der Sommerurlaub im wahrsten Sinne des Wortes in den Startlöchern“, so der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) Norbert Fiebig. Die Reiseveranstalter arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Reiseprogramme wieder hochzufahren und das Reisen in die geöffneten Länder schnellstmöglich wieder zu ermöglichen – unter Beachtung aller notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen, um ein Höchstmaß an Sicherheit für Reisende und Mitarbeiter zu gewährleisten.

„Nachdem das Geschäft von Reisebüros und Reiseveranstalter Mitte März mit der weltweiten Reisewarnung aufgrund von Corona komplett zum Erliegen gekommen ist, sehen wir jetzt, dass die Buchungen langsam wieder anziehen“, erklärt Fiebig. „Zuwächse sehen wir insbesondere bei den erdgebundenen Reisen innerhalb Deutschlands und nun aber auch wieder in Richtung Mittelmeer. Am ehesten werden wohl wieder Flugreisen nach Griechenland, Kroatien und Portugal starten. Die Sommerferien können kommen.“

Umsatzeinbußen erhöhen sich durch Verlängerung der Reisewarnung auf 20 Milliarden Euro

Die Öffnung für Reisen innerhalb Europas ist ein erster Schritt. „Jetzt müssen zeitnah weitere Länder außerhalb Europas folgen“, erläutert Fiebig. Dort wo die Corona-Infektionszahlen und die individuelle Situation des Gesundheitssystems es zulassen, müssten Reisen wieder ermöglicht werden. Alleine von Mitte März bis Ende Juni hat die Reisewirtschaft nach Berechnungen des DRV Umsatzeinbußen von 10,8 Milliarden Euro zu verkraften.

„Die Verlängerung der Reisewarnung für außer-europäische Länder, zu denen beliebte Sommerziele wie die Türkei aber auch Tunesien und Ägypten gehören, bedeutet für Juli und August weitere neun Milliarden Euro Verlust. Wir sprechen damit insgesamt von fast 20 Milliarden Euro, die Reiseveranstalter und Reisebüros bis Ende August verkraften müssen“, rechnet der DRV-Präsident vor. „Nicht zu vergessen, die Rückabwicklungen von weiteren bereits gebuchten Reisen, die jetzt durch die Verlängerung der Reisewarnung für insgesamt 160 Länder notwendig werden.“

Rückholgarantie bei Pauschalreisen

Bei der Buchung einer Pauschalreise können sich die Urlauber darauf verlassen, dass sie immer einen Ansprechpartner an ihrer Seite haben. „Die Reiseveranstalter haben Mitte März 180.000 deutsche Urlauber mit eigens organisierten vorzeitigen Rückflügen aus den Zielgebieten zurück nach Hause gebracht – auf eigene Kosten und ohne Zusatzkosten für die Gäste – so wie es sein soll“, so Fiebig. „Das Auswärtige Amt verschickt jetzt Rechnungen.“ Im Fall der Fälle werden sich die Reiseveranstalter auch erneut um Heimflüge kümmern und die Gäste zurückbringen, sollte dies notwendig werden. „Das ist der große Vorteil der Pauschalreise – darauf ist Verlass.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Schwarzwald Tourismus GmbH hat fünf Orte für ihr Projekt „Schwarzwald.Dorf.Hotel. – Albergo Diffuso“ ausgewählt. Die Modellorte sollen bis Ende 2026 bei der Umsetzung begleitet werden.

Air New Zealand führt ab November 2026 Schlafkabinen mit Etagenbetten in Langstreckenflugzeugen ein. Economy-Passagiere können die Plätze gegen Aufpreis buchen.

Die Wandersaison hat begonnen. Frische Luft, Ruhe, Hobbits, Weitblicke, Lacher, Betätigung in der Natur, Donald Trump, Bier. Wie schön! Genau das bieten Deutschlands kurioseste Wanderwege.

Fast zwei Drittel der von deutschen Gästen über Airbnb gebuchten Übernachtungen im Inland wurden im Jahr 2025 außerhalb von Städten verbracht. Doch in welchen Regionen war es dabei am günstigsten?

Die Nachfrage nach Campingurlaub zu Pfingsten steigt laut aktuellen Daten von PiNCAMP deutlich an und übertrifft das Wachstum der Sommersaison. Während beliebte Regionen bereits hohe Auslastungen melden, bleiben in vielen europäischen Destinationen noch Restkapazitäten.

Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie zum Beispiel Müll einsammeln oder sich anderweitig nachhaltig bei ihrer Reise verhalten. Noch diesen Sommer soll das Programm «BerlinPay» starten.

Der Münchner Flughafen leidet seit der Eröffnung 1992 an einem Geburtsfehler: Er ist mit Fernzügen nicht erreichbar. Bundesverkehrsminister Schnieder deutet an, dass das Manko behoben werden könnte.

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.