Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in vierte Runde

| Tourismus Tourismus

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten. Bewerbungsschluss ist der 20. November 2026.

Der Deutsche Tourismusverband e. V. (DTV) lobt den Bundeswettbewerb aus. Er wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Konzeptionell und fachlich wird der DTV bei der Durchführung von reCET create.empower.transform unterstützt.

Der Wettbewerb würdigt die Arbeit von Tourismusorganisationen, die Nachhaltigkeit systematisch in der Destinationsentwicklung verankern, und macht gute Ansätze und Fortschritte bundesweit sichtbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Tourismusorganisation bereits über langjährige Erfahrungen in der nachhaltigen Destinationsentwicklung verfügt oder hier noch am Anfang steht. Die beiden Wettbewerbskategorien „Starter“ und „Fortgeschrittene“ berücksichtigen unterschiedliche Ausgangslagen und Entwicklungsstände im Nachhaltigkeitsmanagement.

„Nachhaltigkeit ist längst ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Tourismusdestinationen. Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg – entscheidend ist, sich auf den Weg zu machen, die eigenen Möglichkeiten zu nutzen und die Entwicklung konsequent voranzutreiben. Mit dem Bundeswettbewerb wollen wir dieses Engagement sichtbar machen und gleichzeitig Destinationen ermutigen, voneinander zu lernen. Wir laden deshalb ausdrücklich auch diejenigen zur Bewerbung ein, die bei der nachhaltigen Destinationsentwicklung noch am Anfang stehen“, sagt Reinhard Meyer, DTV-Präsident.

Praxisleitfaden bildet fachliche Grundlage

Fachliche Grundlage des Wettbewerbs ist der neue DTV-Praxisleitfaden „Tourismus der Zukunft gestalten – Praxisleitfaden Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“. Seine 33 Kriterien bilden den grundsätzlichen Bewertungsrahmen. Die teilnehmenden Tourismusorganisationen erhalten damit zugleich die Möglichkeit, den Entwicklungsstand ihres Nachhaltigkeitsmanagements systematisch einzuordnen sowie Stärken und Entwicklungspotenziale zu erkennen.

Die Teilnahme ist mehrstufig aufgebaut. In der ersten Wettbewerbsstufe schätzen die teilnehmenden Tourismusorganisationen den aktuellen Stand ihres Nachhaltigkeitsmanagements anhand der 33 Kriterien ein. Nach Abschluss dieser Stufe erhalten alle Teilnehmenden ein individuelles Fact-Sheet, das den Entwicklungsstand ihres Nachhaltigkeitsmanagements gegenüber der anderen Bewerbungen einordnet. Darüber hinaus bietet der Wettbewerb verschiedene Möglichkeiten für fachlichen Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen.

Eine Fachjury wählt zehn Finalisten aus. Im weiteren Wettbewerbsverlauf vertiefen sie ihre Bewerbungen und präsentieren ihre Ansätze in einem Online-Pitch. Die jeweils zwei bestbewerteten Bewerbungen in den Kategorien „Starter“ und „Fortgeschrittene“ werden anschließend von der Fachjury vor Ort besucht. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten am 1. Juli 2027 im Bundesumweltministerium in Berlin ihre Auszeichnungen, die von Bundesumweltminister Carsten Schneider überreicht werden. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.

Der Sächsische Weinwanderweg verbindet die Betriebe der zweitkleinsten deutschen Weinregion, die nach schwierigen Jahren zu DDR-Zeiten eine Renaissance feiert. Vor allem der Schaumwein startet durch.