Deutlicher Zuwachs im Tourismus Mecklenburg-Vorpommerns

| Tourismus Tourismus

Nach dem Supersommer 2018 surft die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf der Erfolgswelle. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin mitteilte, wurde in den ersten acht Monaten des Jahres bei den Übernachtungen das hohe Niveau des Vorjahres noch einmal übertroffen. In den Hotels betrug das Plus demnach drei Prozent, auf den Campingplätzen sogar acht Prozent. «Wir können mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden sein. Ich wage die Prognose, dass wir zum Jahresende bei 31,5 bis 33 Millionen Übernachtungen landen werden», sagte Glawe.

Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienhausanbieter hätten auch von den guten Vorbuchungszahlen profitiert, ausgelöst durch den sonnenreichen Sommer im Vorjahr. Doch auch das freundliche Wetter zu Ferienbeginn und die etwas längere Ferienzeit über alle Bundesländer habe die Nachfrage hoch gehalten.

Für das erste Halbjahr registrierte das Statistische Amt mehr als 3,6 Millionen Gäste und etwa 13,5 Millionen Übernachtungen in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben des Landes. Das sei ein Plus bei Gästen von 10,3 Prozent und bei Übernachtungen von 14,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum gewesen, sagte Glawe. Doch sei der Vergleich beeinflusst durch die Aufnahme von bislang statistisch nicht erfassten Ferienwohnungen. Durch eine veränderte Zählung habe sich die Zahl der erfassten Gästebetten um 45 000 auf 325 000 erhöht.

Überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichneten laut Glawe Usedom, Rügen und Fischland/Darß/Zingst. Allein Schwerin habe nicht von dem wachsenden Gästezuspruch profitiert. Als ein Grund dafür wurde die veränderte statistische Erfassung genannt.

Glawe verwies aber auch auf Probleme. So sei der Zustand vieler Radwege im Nordosten häufig ein Ärgernis für Urlauber. Der niedrige Wasserstand in Seen und Flüssen sowie defekte Brücken und Schleusen hätten zudem den Wassertourismus massiv beeinträchtigt. «Wir müssen den Bund noch deutlicher an seine Verantwortung für funktionierende Wasserstraßen erinnern», sagte Glawe.

Der Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommerns zeigte sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Verbandspräsident Lars Schwarz sprach von einem guten Zwischenergebnis. Dort, wo Angebot und Lage stimmten, würden auch die Gastronomen leichte Zuwächse signalisieren. Problematisch bleibe die Fachkräftegewinnung. So werde es immer schwerer, geeignete Arbeits- und Fachkräfte zu finden und zu binden. «Große Hoffnung setzt die Branche in das Fachkräfteeinwanderungsgesetz», betonte Schwarz.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Rheinkirmes in Düsseldorf feiert mit Start in die Kirmessaison 125 Jahre Jubiläum auf der Rheinwiese. Das Volksfest bietet immer noch Neuheiten: Der Veranstalter verspricht in diesem Jahr rund 30 neue Angebote.

Vom Meeresrauschen in den Schlaf gewiegt werden und morgens den Sonnenaufgang über der See beobachten: Schlafstrandkörbe sind beliebt. Über eine Erfolgsgeschichte aus dem Norden.

Eine aktuelle Analyse untersucht die Beliebtheit von 30 Alpendestinationen anhand von Instagram-Followerzahlen und Gastronomiebewertungen. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Eine Umfrage unter Ferienhausvermietern zeigt, dass neben klassischen Verboten auch kurios anmutende Regeln existieren. Diese spezifischen Vorgaben sollen meist die Unterkunft vor Schäden bewahren und den Aufenthalt für alle Gäste sichern.

Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen.

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.