Deutschland ist die Nummer 1 bei deutschen Campern

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Wohin zieht es deutsche Camper in den Sommerferien? Eine aktuelle Untersuchung des Nutzungsverhaltens auf PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, zeigt: Die Nachfrage nach Campingurlaub im eigenen Land ist bei deutschen Campern nach wie vor hoch, aber nicht mehr so stark ausgeprägt wie im Coronajahr 2020. 54 Prozent der Aufrufe entfallen 2021 auf Deutschland. 2020 waren dies sogar 73 Prozent. Bei den ausländischen Zielen rangiert Italien (17 Prozent) aktuell vor Kroatien (11 Prozent), Frankreich (5 Prozent) und Österreich (3 Prozent). Es folgen Dänemark (2 Prozent), die Niederlande (2 Prozent), die Schweiz (1 Prozent) und Spanien (1 Prozent).

Im Jahr 2019, also vor Corona, sah das Nutzerverhalten auf PiNCAMP.de noch ganz anders aus. Zwar lagen deutsche Campingziele mit einem Drittel der Aufrufe weiterhin an erster Stelle, aber die Destinationen in Südeuropa wie Italien (20 Prozent), Kroatien (12 Prozent), Frankreich (11 Prozent) und Spanien (3 Prozent) wurden wie auch die Niederlande (6 Prozent), Österreich (5 Prozent) und die Schweiz (2 Prozent) wesentlich stärker nachgefragt.

Camping in Deutschland: Bayern und Schleswig-Holstein liegen vorn

Bei den Inlandzielen liegen in diesem Jahr Bayern (23 Prozent) und Schleswig-Holstein (17 Prozent) vorn, gefolgt von Niedersachsen (14 Prozent), Baden-Württemberg (14 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (11 Prozent). Schlusslichter sind die Bundesländer mit einer geringen Campingplatzdichte: das Saarland und die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin (alle unter 1 Prozent).

Antizyklisch reisen und weniger frequentierte Campingziele besuchen

Diese Präferenzen geben auch einen guten Hinweis auf die Campingreiseziele, die während der jetzt beginnenden Sommerferien im Fokus deutscher Camper liegen. "Wir raten dazu, antizyklisch zu reisen, beziehungsweise in den Regionen Campingurlaub zu machen, bei denen die Nachfrage nicht so hoch ist", empfiehlt Uwe Frers. So sind am kommenden Wochenende, wenn Camper aus Berlin, Brandenburg und Hamburg mit dem Ferienstart ihre Lieblingsziele in Norddeutschland ansteuern, die beliebten Plätze an Nord- und Ostsee sowie an der mecklenburgischen Seenplatte nahezu voll belegt. Uwe Frers: "Wer jetzt noch spontan Camping in Deutschland plant, sollte sich also in weniger frequentierten Bundesländern umschauen. Mein Tipp: In Hessen, Thüringen und auch in Nordrhein-Westfalen sind noch einige Plätze frei." 

Regionale Unterschiede bei der Auswahl der Auslandsziele

Die Länder Südeuropas, insbesondere Italien, Kroatien und Frankreich sind neben Deutschland die Favoriten der deutschen Camper. Bei der Auswahl der Campingziele im europäischen Ausland gibt es aber starke regionale Unterschiede. So ist das naheliegende Frankreich das präferierte Auslandsziel der Saarländer. Auch Camper aus NRW und Rheinland-Pfalz suchen verstärkt nach französischen Zielen. Baden-Württemberger und Bayern entscheiden sich mehrheitlich für Camping in Italien und Kroatien. Auch die Niedersachsen und Bremer zieht es in den Süden und in die benachbarten Niederlande. Dänemark wird besonders von Hamburgern und Schleswig-Holsteinern nachgefragt, während sich Camper aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt verstärkt für das Campingland Polen interessieren. "Auch für die Auslandsziele gilt, rechtzeitig suchen und buchen und gegebenenfalls auf weniger frequentierte Campingziele ausweichen", rät Uwe Frers.


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