Deutschland-Tourismus – Mehr Geld für Werbung von Bundesregierung

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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat beschlossen die Mittel für den Tourismus - konkret für die Deutsche Zentrale für Tourismus und die Förderung der Leistungssteigerung im Tourismusgewerbe - gegenüber dem Haushaltsansatz um fast sechs Millionen Euro zu erhöhen. Lob und Kritik folgen aus verschiedenen politischen Lagern.

Der Tourismuspolitische Sprecher der SPD Stefan Zierke und ihr zuständiger Berichterstatter Frank Junge kommentierten den Beschluss wie folgt: „Im kommenden Jahr stehen fast drei Millionen Euro für die Förderung der Leistungssteigerung im Tourismusgewerbe bereit. Das entspricht knapp einer Verdopplung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Ein bedeutender Schritt, den wir bewusst gegangen sind, um nicht nur die Nationale Tourismusstrategie zu überarbeiten, sondern auch bundesweite Pilotprojekte im Rahmen des Lift-Wissen-Programmes für die Praxis zu fördern. Um wieder mehr ausländische Gäste ins Urlaubsland Deutschland zu locken, haben wir uns erfolgreich für die Erhöhung der Zuwendungen an die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) eingesetzt."

Auch  Stefan Schmidt, tourismuspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, begrüßte die Erhöhung gegenüber dem Haushaltsentwurf von März 2022: „Das zusätzliche Geld ist bitter nötig, um den Neustart des Deutschlandtourismus nach zwei mehr als angespannten Jahren wieder anzukurbeln. Mit den Mitteln ist die Deutsche Zentrale für Tourismus gut ausgestattet, um gerade jetzt im Ausland für Deutschland als nachhaltiges, friedliches und sicheres Reiseland zu werben. Mit dem zusätzlichen Geld für die Förderung der Leistungssteigerung im Tourismusgewerbe geben wir den so wichtigen Innovationen im Bereich Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz im Tourismus einen kräftigen Schub und investieren damit in die Zukunftsfähigkeit des Deutschlandtourismus."

Aus Reihen der CDU-CSU-Bundestagsfraktion hingegen kam Kritik. Diese hatte sich dafür eingesetzt, die Finanzmittel des Bundes für die Deutsche Zentrale für Tourismus dauerhaft um 25,5 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken und 5 Millionen Euro als Anschubfinanzierung für ein neu aufzulegendes Programm zur „Entwicklung des Tourismus im ländlichen Raum" zur Verfügung zu stellen. Die Ampel-Koalition bleibe weit hinter dem Notwendigen zurück, was die Corona-gebeutelte Tourismusbranche jetzt brauche. Die Ampel-Regierung zeige sich leider wieder einmal nicht als echter Anwalt für die krisengebeulte Tourismuswirtschaft mit ihren knapp drei Millionen Beschäftigten, erklärten die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Anja Karliczek, und der zuständige Berichterstatter im Haushaltsausschuss, Andreas Mattfeldt.

 

Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes Norbert Kunz begrüßt den gestern im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages getroffenen Beschluss, die Mittel für den Tourismus in Deutschland im laufenden Jahr entgegen ursprünglichen Planungen um fast 6 Millionen Euro zu erhöhen. „Das bedeutet im laufenden Jahr insgesamtfast 3 Millionen Euro statt nur 1,6 Millionen Euro für die Tourismusförderung. Damit entspricht der Haushaltsausschuss einer Forderung des DTV. Mit der Mittelerhöhung wird eine wichtige Grundlage für Innovationen und Wissenssteigerung im Tourismus geschaffen“, so Kunz.

Die weiteren Mittel gehen an die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), um den Incoming Tourismus zu stärken. Norbert Kunz: „Wir haben deutlich gemacht, dass wir gerade jetzt in der Restart-Phase das Auslandsmarketing ankurbeln müssen, um ausländische Gäste zurückzugewinnen. 4,6 Millionen Euro mehr für die DZT als ursprünglich geplant – das ist ein wichtiges politisches Signal, dass unser Anliegen verstanden worden ist.“


 

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