Die meisten Urlauber ohne Flugscham

| Tourismus Tourismus

Die meisten Urlauber in Deutschland schämen sich trotz der Debatte um den Klimawandel nicht für das Fliegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Yougov-Umfrage. Demnach empfinden vier Fünftel der Deutschen (79 Prozent) keinen sogenannten Flugscham.

Die Gründe sind allerdings unterschiedlich: Rund die Hälfte (49 Prozent) schämt sich nicht fürs Fliegen, obwohl sie für Reisen auch das Flugzeug benutzt. Knapp ein Drittel (30 Prozent) empfindet keinen Flugscham, weil diese Befragten angaben niemals zu fliegen. Nur jeder Zehnte (9 Prozent) gab an, sich «manchmal» für eine Reise mit dem Flugzeug zu schämen - und nur 3 Prozent haben wegen des Fliegens «jedes Mal» ein schlechtes Gewissen.

Unterschiede gibt es je nach Altersgruppe: In der Generation der 18- bis 24-Jährigen empfinden immerhin 5 Prozent jedes Mal Flugscham, 14 Prozent manchmal. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen schämen sich 6 Prozent immer und 17 Prozent manchmal.

Klimaexperten weisen immer wieder darauf hin, dass das Flugzeug im Vergleich zu Bahn, Bus und Auto ein besonders klimaschädliches Verkehrsmittel ist. Die CO2-Emissionen pro Kopf sind hoch. Vor diesem Hintergrund ist das Schlagwort Flugscham aufgekommen - gemeint damit ist die Scham, mit der eigenen Flugreise das Klima zu schädigen.

YouGov befragte vom 30. Januar bis 2. Februar 2020 insgesamt 2034 Menschen. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.

Nach Wochen im Persischen Golf haben die «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.

In Rottweil wird am kommenden Freitag die neue Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ eröffnet. Die Brücke überspannt das Neckartal auf einer Länge von 606 Metern und gilt damit als längste Hängebrücke ihrer Art in Baden-Württemberg.

Sylt, Usedom, Norderney: Mobiles Arbeiten mit Meerblick ist auch in SH, MV und Niedersachsen möglich. Neben strandnahen Coworking-Plätzen gibt es dafür mancherorts auch spezielle Strandkörbe.

Leere Betten in Wien, Stornowellen in Zürich, wenig Auswirkungen in Spanien und Italien: Warum der Iran-Krieg Asien-Reisende fernhält und welche Folgen das für Hotels und Händler in Europa hat.