Erste Urlaubsgäste können nach Mecklenburg-Vorpommern - Nachfrage noch gering

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Die Tourismusmanager in Mecklenburg-Vorpommern sind sich einig: Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Urlaubsgäste können kommen. Allerdings sei die Nachfrage noch vergleichsweise gering, sagte Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder. Noch hätten auch nicht alle Hotels geöffnet. Sie geht davon aus, dass nur rund 70 Prozent der Häuser an der Ostseeküste zwischen Boltenhagen und Graal-Müritz Gäste empfangen werden.

Dies liege an der viel zu kurzfristigen Ankündigung der Landesregierung - die Häuser hätten keine Chance gehabt, sich ausreichend vorzubereiten. Zudem hätten die Hoteliers potenziellen Gästen erst kurz zuvor absagen müssen, weil die Landesregierung mit dem 14. Juni einen späteren Zeitpunkt zur Öffnung signalisiert hatte. «Da haben sich die Gäste umorientiert und sind nach Schleswig-Holstein gegangen. Diese Gäste hat der Unternehmer verloren», bedauerte Bierholz.

Auch landesweit habe am Freitag nur etwa die Hälfte der Häuser geöffnet und das bei überschaubarer Auslastung, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Der Juni sei aber auch in früheren Jahren zwischen Pfingsten und dem Beginn der Sommerferien immer mit einer Delle versehen gewesen.

Vergangene Woche hatte die Landesregierung angesichts der niedrigen Infektionszahlen angekündigt, dass Touristen aus ganz Deutschland bereits von diesem Freitag an wieder im Nordosten urlauben können. Tagestouristen dürfen ab dem 11. Juni kommen.

Da auch die Hauptsaison noch nicht begonnen habe und die Nachfrage entsprechend niedrig sei, könne das die Verluste durch Stornierungen aber nicht ausgleichen, sagte Bierholz. «Dieses Hin und Her, auch bei der Teststrategie, hat Gäste gekostet.»

Wer im Nordosten Urlaub machen will, muss zu Beginn einen aktuellen Negativtest auf das Coronavirus vorlegen. Urlauber, die beispielsweise in einer Ferienwohnung und dort völlig autark leben sowie keine Restaurants oder Museen besuchen, brauchen keinen weiteren Test. Alle anderen müssen sich spätestens alle 72 Stunden neu testen lassen. Dabei sind auch begleitete Selbsttests erlaubt, die manche Hotels anbieten. «Wir haben das Thema Testzentren und -kapazitäten geklärt», sagte Bierholz. Das sei die Grundvoraussetzung, um Urlaub anbieten zu können.

Dabei werden die künftigen Urlaubsgäste mit einer Plakatkampagne begrüßt. An den Bahnhöfen von Schwerin, Rostock und Stralsund sowie in Warnemünde werden von Montag an große Plakate mit einem fröhlich badenden Kind und dem Schriftzug «Willkommen zurück» angebracht, teilte der Tourismusverband am Donnerstag mit. Darüber hinaus sei geplant, die Plakate an den Autobahnen aufzustellen. (dpa)


 

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