Erstes elektrisches Passagierschiff startet auf dem Tegernsee

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Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die neue „Gmund“ der Bayerischen Seenschifffahrt kann bis zu 180 Fahrgäste befördern. Der Freistaat Bayern investierte nach Angaben des Finanzministeriums rund 4,2 Millionen Euro in das Elektromotorschiff.

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, taufte das Schiff am 1. September 2026 auf den Namen „Gmund“. Auch Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker nahm an der Taufe am Tegernsee teil.

Batteriekapazität ermöglicht Fahrbetrieb von rund zehn Stunden

Nach Angaben des Finanzministeriums fährt das neue Schiff nahezu lautlos und emissionsfrei. Die Batteriekapazität reicht laut dpa für rund zehn Stunden. Anschließend müsse das Schiff im Hafen nachgeladen werden.

Das Elektromotorschiff ist 25,40 Meter lang und 6,25 Meter breit. Gebaut wurde es bei der Lux-Werft in Niederkassel bei Bonn. Ende Juli sei die „Gmund“ am Tegernsee eingetroffen und habe in den folgenden Wochen eine abschließende Test- und Erprobungsphase durchlaufen. Mit der Taufe sei das Schiff offiziell in Betrieb genommen worden.

 

 

Die Bayerische Seenschifffahrt verweist darauf, dass sie ihre Flotte kontinuierlich modernisiere und dabei zunehmend emissionsarme beziehungsweise vollelektrische Antriebe einsetze. Mit der „Gmund“ verfüge nun auch die Flotte auf dem Tegernsee über ein vollelektrisch betriebenes Fahrgastschiff.

Bayerische Seenschifffahrt betreibt jetzt insgesamt 20 Elektromotorschiffe

Mit der neuen „Gmund“ verfügt die Bayerische Seenschifffahrt nach Angaben der dpa über 20 Elektromotorschiffe. Davon fahren 18 auf dem Königssee, ein weiteres wird auf dem Starnberger See eingesetzt. Mit der „Gmund“ kommt nun das erste elektrische Passagierschiff auf dem Tegernsee hinzu.

Der Name des neuen Schiffes bezieht sich auf die Gemeinde Gmund am Tegernsee. Nach Angaben der Bayerischen Seenschifffahrt folgt die Benennung ihrer Tradition, Schiffe nach Gemeinden und Orten an den jeweiligen Seen zu benennen. Gmund ist die nördlichste Gemeinde des Tegernseer Tals.

Bisherige „Gmund“ scheidet aus dem Linienverkehr am Tegernsee aus

Mit der Indienststellung des Elektromotorschiffs wird das bisher am Tegernsee eingesetzte Motorschiff „Gmund“ aus dem Linienverkehr genommen. Nach Angaben der Bayerischen Seenschifffahrt stehen dort weiterhin fünf Fahrgastschiffe für den Linien- und Charterverkehr zur Verfügung.

Die Bayerische Seenschifffahrt GmbH mit Sitz in Schönau am Königssee betreibt auf Ammersee, Starnberger See, Tegernsee und Königssee insgesamt 31 Fahrgastschiffe. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiter.

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