Ferienhäuser aus Pappe laden zum Urlaub auf Helgolands Düne

| Tourismus Tourismus

Auf Helgolands Düne auch bei stürmischem Wetter in Papphäusern schlafen: Dieses Angebot startet auf der Hochseeinsel am 3. August. Zwei Test-Häuser der sogenannten Wikkelhouses aus einer Manufaktur in Amsterdam stehen bereits in der Nähe des Nordstrandes.

Die Nachfrage sei groß, hieß es. Deshalb soll zum Start der Urlaub in den Hütten wochenweise bis zum 12. Oktober an den Meistbietenden versteigert werden.

Die Wände bestehen laut Helgoland Tourismus-Service im Kern aus 24 Schichten Pappe, die so miteinander verwickelt sind, dass sie stabil sind und eine gute Isolierung bieten. Außen- und Innenwände sind mit Holz verkleidet. Eine wasserabweisende Membran schützt die Außenfassade.

Laut Tourismus-Service sind die Wikkelhouses zu 100 Prozent recycelfähig. Die Haltbarkeit werde vom Hersteller mit mehr als 50 Jahren angegeben. Mittelfristig sollen bis zu 13 weitere Wikkelhouses errichtet werden. Die neuen Häuser sind komplett ausgestattet - es gibt aber kein Wasser und keine Toilette. Darauf sei verzichtet worden, um die Natur nicht mit zusätzlicher Infrastruktur zu belasten, teilte der Tourismus-Service mit. Die Urlauber können die Sanitäranlagen des Campingplatzes nutzen.

Das Mindestangebot für das 19 Quadratmeter große «Wikkelhouse tiny», das sich für zwei Erwachsene eignet, liegt bei 350 Euro pro Woche.

Das 28 Quadratmeter große «Wikkelhouse family» (zwei Erwachsene, zwei

Kinder) ist ab 420 Euro pro Woche zu haben. Beträge, die über den Startpreis hinausgehen, sollen dazu verwendet werden, naturnahen Spielraum für Kinder auf der Düne zu schaffen. «Wir sind ganz zufrieden», sagte Tourismusdirektor Lars Johannson zum Interesse an der Versteigerung.

Vom 15. Oktober an ist es dann möglich, die Häuser online für das nächste Jahr zum regulären Preis zu buchen. Der steht noch nicht genau fest, soll aber bei unter 100 Euro pro Nacht liegen. Die Düne ist in wenigen Minuten mit der Dünenfähre von der Hauptinsel aus erreichbar. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.

Nach Wochen im Persischen Golf haben die «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.

In Rottweil wird am kommenden Freitag die neue Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ eröffnet. Die Brücke überspannt das Neckartal auf einer Länge von 606 Metern und gilt damit als längste Hängebrücke ihrer Art in Baden-Württemberg.

Sylt, Usedom, Norderney: Mobiles Arbeiten mit Meerblick ist auch in SH, MV und Niedersachsen möglich. Neben strandnahen Coworking-Plätzen gibt es dafür mancherorts auch spezielle Strandkörbe.

Leere Betten in Wien, Stornowellen in Zürich, wenig Auswirkungen in Spanien und Italien: Warum der Iran-Krieg Asien-Reisende fernhält und welche Folgen das für Hotels und Händler in Europa hat.