Fertitta Entertainment übernimmt Caesars Entertainment für 17,6 Milliarden Dollar

| Tourismus Tourismus

Fertitta Entertainment will den Casino- und Hotelkonzern Caesars Entertainment übernehmen. Wie das Unternehmen am 28. Mai 2026 mitteilte, wurde eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Die Transaktion hat laut Mitteilung einen Gesamtwert von rund 17,6 Milliarden US-Dollar, einschließlich der Übernahme von etwa 11,9 Milliarden US-Dollar Schulden.

Für die Aktionäre von Caesars ist ein Kaufpreis von 31 US-Dollar je Aktie vorgesehen. Nach Unternehmensangaben entspricht dies einem Aufschlag von 49 Prozent auf den Aktienkurs vom 25. Februar 2026, dem letzten Handelstag vor ersten Gerüchten über eine mögliche Übernahme. Der Verwaltungsrat von Caesars hat der Vereinbarung zugestimmt und empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots.

Caesars-Aktionäre sollen Barangebot von 31 Dollar erhalten

Nach Angaben von Caesars erfolgt die Übernahme vollständig in bar. Finanziert werden soll die Transaktion durch Eigenkapital von Fertitta Entertainment, die Übernahme bestehender Verbindlichkeiten sowie neue Fremdfinanzierungen, die von einem Konsortium aus zehn Banken bereitgestellt werden sollen. Eine Finanzierungsbedingung ist laut Mitteilung nicht Bestandteil der Vereinbarung.

Der Abschluss der Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre sowie verschiedener regulatorischer Genehmigungen. Nach Vollzug der Transaktion sollen die Aktien von Caesars Entertainment nicht mehr an der Technologiebörse Nasdaq gehandelt werden.

Zusammenschluss vereint Casinos Restaurants und digitale Wettangebote

Mit dem Zusammenschluss würden die Aktivitäten von Caesars Entertainment und Fertitta Entertainment zusammengeführt. Nach Angaben der Unternehmen entstünde ein Konzern mit 60 Casino-Resorts und Glücksspielstandorten, digitalen Wett- und Glücksspielangeboten sowie mehr als 600 Gastronomie-, Freizeit- und Unterhaltungsbetrieben von Fertitta Entertainment.

Zum Portfolio von Caesars gehören unter anderem die Marken Caesars, Harrah’s, Horseshoe und Eldorado. Fertitta Entertainment kontrolliert neben den Golden-Nugget-Casinos auch zahlreiche Restaurantmarken sowie weitere Freizeit- und Hotelbetriebe. Eigentümer Tilman Fertitta hält zudem die Mehrheit am Basketballteam Houston Rockets.

Laut Mitteilung sollen die bisherigen Führungskräfte von Caesars, darunter Vorstandschef Tom Reeg, Finanzchef Bret Yunker sowie Präsident und Betriebschef Anthony Carano, ihre Funktionen auch nach dem Zusammenschluss weiter ausüben.

Caesars darf bis Juli alternative Kaufangebote prüfen

Die Vereinbarung enthält zudem eine sogenannte „Go-Shop“-Klausel. Diese erlaubt es Caesars und seinen Beratern, bis zum 11. Juli 2026 alternative Übernahmeangebote einzuholen, zu prüfen und darüber zu verhandeln. Sollte ein aus Sicht des Verwaltungsrats besseres Angebot vorliegen, kann Caesars die bestehende Vereinbarung unter den festgelegten Bedingungen kündigen und eine alternative Transaktion verfolgen. Ob ein konkurrierendes Angebot eingehen wird, ist nach Angaben des Unternehmens derzeit offen.

Tilman Fertitta hatte bereits im Jahr 2018 versucht, Caesars mit seinem Glücksspielgeschäft zusammenzuführen. Ein entsprechender Vorstoß war damals jedoch gescheitert.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.

Ein Tag früher ankommen als gebucht, das hört sich erst mal gut an. Doch es ist auch eine zusätzliche Hotelnacht. Ob eine Fluggesellschaft dafür aufkommen muss, hat ein Gericht in Bayern beschäftigt.

Die USA stehen mit jährlichen Ausgaben von über 395 Milliarden US-Dollar an der Spitze des globalen Geschäftsreisemarktes, während Deutschland die führende Position in Europa einnimmt. Die Branche sichert allein in den Vereinigten Staaten rund sechs Millionen Arbeitsplätze.

Sylt kündigt für die Saison 2026 neue Verkehrsverbindungen, Veranstaltungen, Ausstellungen und Gastronomieprojekte an. Laut Mitteilung reichen die Neuerungen von Bahn- und Flugangeboten bis zu neuen Restaurants und Freizeitprojekten.

Der Reisekonzern TUI reagiert auf die hohe Nachfrage nach Urlauben in Südeuropa und bietet im April zusätzliche Flüge nach Spanien und Griechenland an. Damit stehen Reisenden ab fünf deutschen Flughäfen rund 10.000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung.

Anfang März ist der neu gestaltete Internetauftritt des bundesweiten Kennzeichnungs- und Informationssystems „Reisen für Alle“ vorgestellt worden. Nach Angaben der Verantwortlichen richtet sich die überarbeitete Website sowohl an touristische Betriebe als auch an Reisende.

Der deutsche Reisemarkt erreicht mit 87,9 Milliarden Euro einen neuen Umsatzrekord. Während die Reisedauer leicht sinkt, gewinnen Fernreisen, Kreuzfahrten und Flugreisen laut aktuellen Daten des Deutschen Reiseverbandes weiter an Bedeutung.

Die Deutschen haben 2025 so viel Geld für Urlaub ausgegeben wie nie zuvor. Neue Daten des Deutschen Reiseverbandes zeigen steigende Umsätze, mehr Fernreisen und eine wachsende Nachfrage im Kreuzfahrtmarkt.