Finanzielle Belastung schränkt Sommerurlaube in Deutschland ein

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle SumUp-Umfrage verdeutlicht die Auswirkungen steigender Lebenshaltungs- und Reisekosten auf das Reiseverhalten der Bevölkerung in Deutschland. Nach Angaben der Erhebung geben 34 Prozent der Befragten an, für das Jahr 2026 nur über ein begrenztes Budget zu verfügen oder aufgrund der finanziellen Situation vollständig auf eine Sommerreise verzichten zu müssen.

Deutliche Unterschiede in verschiedenen Altersgruppen

Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede bei der finanziellen Belastung in verschiedenen Altersgruppen. So müssen nach Angaben des Unternehmens fast 24 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren im Alltag gezielt sparen, um eine Urlaubsreise finanzieren zu können. In der Altersgruppe der über 55-Jährigen schließen demnach 26,7 Prozent der Befragten einen Sommerurlaub für das laufende Jahr komplett aus.

Auch hinsichtlich der Geschlechter lassen sich Abweichungen feststellen. So erklären 23,4 Prozent der Frauen, sich in diesem Jahr keinen Urlaub leisten zu können, während dieser Anteil bei den Männern bei 18,9 Prozent liegt. Um trotz finanzieller Engpässe verreisen zu können, verfolgen viele Reisende unterschiedliche Strategien. So suchen 13 Prozent der Befragten gezielt nach Angeboten oder Reiseschnäppchen. Jeweils 11,8 Prozent geben an, ihre Reisedauer zu verkürzen oder zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, um die Urlaubspläne umzusetzen.

Kostenkontrolle bleibt zentraler Aspekt

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen zudem, dass die finanzielle Vorsicht auch während der Reise fortbesteht. Lediglich 19,4 Prozent der Befragten geben an, im Urlaub unbeschwert und ohne Blick auf die Ausgaben zu agieren. Für die Mehrheit der Reisenden ist die Kostenkontrolle ein wesentlicher Bestandteil: 28 Prozent legen bereits vor Reiseantritt ein Budget fest und halten dieses vor Ort ein. Weitere 24 Prozent überprüfen ihre Ausgaben täglich und passen ihr Verhalten bei Bedarf an. Zudem gibt jeder Zehnte an, das eigene Budget im Urlaub genauer zu überwachen als im Alltag, um eine mögliche Unterdeckung zu vermeiden.

Gebührenfreies Bezahlen und digitale Lösungen

Die ausgeprägte Kostenorientierung wirkt sich auf das bevorzugte Zahlungsverhalten im Ausland aus. Laut der Umfrage erwarten 78 Prozent der Befragten, beim Bezahlen während des Urlaubs keine zusätzlichen Gebühren entrichten zu müssen. Bei der Wahl der Zahlungsmittel zeigen sich verschiedene Präferenzen: 31,6 Prozent stufen virtuelle Karten als wichtig ein, 29,4 Prozent bevorzugen Debitkarten, 16,4 Prozent nutzen Kreditkarten und 10,6 Prozent halten Bargeld weiterhin für unverzichtbar.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie zum Beispiel Müll einsammeln oder sich anderweitig nachhaltig bei ihrer Reise verhalten. Noch diesen Sommer soll das Programm «BerlinPay» starten.

Der Münchner Flughafen leidet seit der Eröffnung 1992 an einem Geburtsfehler: Er ist mit Fernzügen nicht erreichbar. Bundesverkehrsminister Schnieder deutet an, dass das Manko behoben werden könnte.

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.