Fluglinien weiterhin kulant bei Umbuchungen

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Kann meine Reise stattfinden? Und will ich überhaupt los, wenn es dann soweit ist? Weil sich während der Corona-Pandemie viele Flugreisende solche Fragen stellen, sind viele Airlines weiterhin kulant bei Umbuchungen. Ausgewählte Airlines im Überblick:

Lufthansa: Die Kranich-Airline hatte Ende August angekündigt, die Umbuchungsgebühren bis Ende des Jahres komplett zu streichen. Kunden können beliebig oft gebührenfrei umbuchen. Das sei auch ganz kurzfristig einen Tag vor Abreise möglich, so ein Sprecher. Die Regel gilt für alle Airlines der Lufthansa-Group, also etwa auch für Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines.

Eurowings: Hier können Passagiere bis sieben Tage vor Abreise kostenlos umbuchen, ebenfalls beliebig oft. Das Reiseziel kann bei der Umbuchung verändert werden. Wer auf einen sehr viel stärker gebuchten und damit teureren Flug umbucht, muss unter Umständen mit einer Aufzahlung rechnen, betont Eurowings.

Ryanair: Bei Europas größtem Billigflieger können Kunden laut Angaben der Airline nun auch ihre Flüge im September kostenlos auf ein Reisedatum bis 31. Dezember 2020 umbuchen - allerdings nur einmalig. Dies ist bis sieben Tage vor Abflug möglich.

Easyjet: Alle Kunden mit neuen oder bestehenden Buchungen können der Fluggesellschaft zufolge bis 14 Tage vor Abflug ohne eine Änderungsgebühr umbuchen. Das Flugangebot für die alternative Reise reicht derzeit bis Ende September 2021.

Tuifly: Der Ferienflieger ist vor allem für große Reiseveranstalter unterwegs, viele Gäste sind entsprechend Pauschaltouristen. Diese werden etwa bei Reisewarnungen oder Annullierungen automatisch und ohne Gebühren umgebucht. Wer seine Reise verschieben will, wendet sich an den Veranstalter. Es gilt das Pauschalreiserecht. Zu Zielen ohne aktuelle Reisewarnung gelten nach Angaben der Fluggesellschaft die normalen Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen.

Condor: Der Ferienflieger bietet eine Flex-Option für 10 Euro an, die Kunden hinzubuchen können. Damit lassen sich alle Kurz- und Mittelstreckenflüge bis zu dreimal gebührenfrei bis jeweils 24 Stunden vor Abflug umbuchen, so Condor.

Emirates: Die Airline mit Drehkreuz in Dubai nimmt wieder mehr und mehr Ziele ins Flugangebot auf. Wer derzeit nicht fliegen möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Er kann sein Ticket behalten, es hat dann weiterhin Gültigkeit für 24 Monate. Der ursprünglich gezahlte Betrag könne für jeden Flug zum gleichen Zielort oder in die gleiche Region genutzt werden, so Emirates. Oder Kunden bekommen einen Reisegutschein mit einem Jahr Gültigkeit, die Verlängerung um ein weiteres Jahr ist möglich. Diese Optionen bestehen für Tickets, die bis 30. September gebucht wurden und bei Abflugdatum bis 30. November 2020.

Bei jeder Fluggesellschaften können sich die Bedingungen ändern. Im Zweifel sollten sich Flugreisende mit ihrer Airline in Verbindungen setzen und die aktuell gültigen Umbuchungsbedingungen in Erfahrung bringen. Und: Wer auf eine höhere Tarifklasse umbucht, also etwa von Economy auf Business, der zahlt die Differenz. (dpa)


 

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