Geschlechtsneutrale Begrüßung: Keine «Damen und Herren» mehr bei der Lufthansa

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Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig auf die Begrüßungsformel «Sehr geehrte Damen und Herren». Auch das englische «Ladies and Gentlemen» soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen sollen die Crews ihre Gäste mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen, bestätigte am Dienstag eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt. Die Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns einschließlich der Gesellschaften Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines. Zuerst hatte die «Bild-Zeitung» berichtet.

«Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen», hatte ein Lufthansa-Sprecher der Zeitung gesagt. In Frage kämen ganz unterschiedliche Formulierungen wie «Guten Tag», «Guten Abend» oder auch einfach «Herzlich willkommen an Bord». Die Entscheidung läge jeweils beim Chef oder der Chefin der Kabine.

Die Ankündigung der Airline hat in den sozialen Netzwerken zu teils heftigen Diskussionen geführt, wobei Gender-Kritiker auch mit dem Verzicht auf Flugreisen drohten. Lufthansa stellte am Nachmittag klar, dass man die Ansage nicht verboten habe. Disziplinarische Maßnahmen müsse niemand befürchten, der die hergebrachte Grußformel nutzt.

«Unser Ziel ist es, alle an Bord gleichberechtigt willkommen zu heißen», stellte ein Sprecher noch einmal den Wunsch des Unternehmens dar. Je nach Kontext und Situation gebe es dafür unterschiedliche Möglichkeiten. «Vielfalt und Gleichberechtigung sind zentrale Werte für unser Unternehmen und unsere Unternehmenskultur. Diese Haltung wollen wir auch in unserer Sprache zum Ausdruck bringen.»


 

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