Harzer Hexentanzplatz soll für 13 Millionen Euro erlebnisreicher werden

| Tourismus Tourismus

Der Hexentanzplatz im Harzort Thale soll in den kommenden Jahren umfangreich umgebaut werden. «Es soll ein Erlebnisort für Kinder und Erwachsene werden», sagte der Leiter vom Amt für Bauen und Ordnung der Stadt Thale, Stefan Oberacker, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien für die Projekte knapp 13 Millionen Euro eingeplant. Unter anderem sollen das Bergtheater umgebaut, ein Parkdeck geschaffen oder ein Informationsgebäude errichtet werden. Allerdings fehlten für den Start der Umbauarbeiten fehlten noch wichtige Genehmigungen. Frühestens im Herbst könne es losgehen, sagte Oberacker. Bis 2024 solle alles fertig sein.

Das Gesamtprojekt sei in drei einzelne Vorhaben unterteilt, erklärte Oberacker. Die meisten Kosten in Höhe von etwa 9,4 Millionen Euro seien für die Erweiterung des Harzer Bergtheaters vorgesehen. «Um mehr interessante Produktionen zeigen zu können, soll das Freilichttheater künftig 2000 Sitzplätze haben», so der Amtsleiter. Derzeit passen nur 1300 Zuschauer in das Naturtheater. Das sei für bekannte Künstler und große Produktionen eher zu klein. Auch die Parkplatzsituation soll im Zuge dessen verbessert werden. Dafür sei ein Parkdeck mit zusätzlichen rund 300 Stellflächen geplant, hieß es. Auch die Anfahrtswege sollen angepasst werden.

Als zweites Teilprojekt ist der Umbau des Hexentanzplatzes an sich vorgesehen. Künftig sollen auf dem Areal für 2,3 Millionen unter anderem ein offener Torbogen, begehbare Spielgeräte für Kinder und Erwachsene, Imbisse und ein Haus, das aussehe, als habe es ein Blitz in der Mitte durchtrennt, stehen, hieß es. Kernstück werde für weitere 1,3 Millionen Euro der Neubau eines mystischen Hexenhauses sein, in dem eine Tourist-Info und Toiletten integriert seien.

Der Hexentanzplatz ist laut der Tourist-Information Oberharz ein auf rund 450 Metern Höhe gelegenes Bergplateau im Harz bei Thale. Der Sage nach sollen sich auf der Felsklippe immer in der letzten Nacht des Aprils - der Walpurgisnacht - Hexen versammeln und von hier aus gemeinsam auf den Brocken aufbrechen und dort um ein loderndes Feuer tanzen.

Der Platz in der naturbelassenen Umgebung gilt als ein beliebtes Ausflugsziel im Harz, das zu Fuß, mit dem Auto oder per Seilbahn zu erreichen ist.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel - auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Vom Harz-Ausflug bis zum Bauhaus-Besuch: Gäste haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem Tagesreisende sorgen für Umsatz.

Eine bundesweite Auswertung zeigt, dass naturnahe und vereinsgetragene Freibäder in mittelgroßen Städten die höchste Zufriedenheit erzielen. Das Dresdner Zschonergrundbad verteidigt dabei zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz.

Ein Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point zeigt einen Anstieg der Cyberangriffe in der Reisebranche um 24 Prozent im Mai 2026. Betrüger nutzen dabei zehntausende gefälschte Internetadressen, um gezielt Daten von Urlaubern abzugreifen.

Eine Studie von Helvetia Österreich belegt, dass 56 Prozent der Österreicher den Sommerurlaub mit dem eigenen Pkw planen. Während technische Checks vor allem von der älteren Generation durchgeführt werden, führen unbekannte Routen insbesondere bei jüngeren Fahrern zu Stress.

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.