Hoteliers: Deutlich weniger Mallorca-Buchungen aus Deutschland

| Tourismus Tourismus

Die Hoteliers auf Mallorca machen sich Sorgen. Die spanische Urlaubsinsel verzeichne derzeit einen deutlichen Rückgang bei Buchungen aus Deutschland und Skandinavien für diesen Sommer, sagte die Präsidentin des mallorquinischen Hotelierverbandes FEHM, María Frontera, am Donnerstagabend vor Journalisten auf der Tourismus-Messe Fitur in Madrid.

«Es gibt zum einen nicht genug Flüge», zitierte die Regionalzeitung «Última Hora» am Freitag die Verbandschefin. Zudem habe sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft abgeschwächt. Frontera nannte keine konkrete Zahlen. Unter Berufung auf die Hoteliers sprach «Última Hora» von Rückgängen «um die 15 Prozent».

Trotz des für Ende Januar vorgesehenen EU-Austritts Großbritanniens bleibe der britische Markt dagegen stabil. «Das ist eine gute Nachricht. Und auch, dass wir dieses Jahr mit einem Anstieg der Zahl der Besucher aus (anderen Regionen in) Spanien rechnen», sagte Frontera. Der Rückgang bei Deutschen und Skandinaviern könne damit allerdings überhaupt nicht ausgeglichen werden.

Auf der Tourismus-Messe in Madrid startete Mallorca zusammen mit den Hoteliers eine Kampagne, um mehr Spanier zu einem Urlaub auf der Insel zu bewegen. Tourismusminister Iago Negueruela betonte, die spanischen Urlauber kämen das ganze Jahr über und nicht nur im Sommer. Im vergangenen Jahr waren es nach amtlichen Angaben mehr als 2,65 Millionen. Das sind 2,2 Prozent mehr als 2018 und über 40 Prozent mehr als noch 2013. Das Ziel der Balearen ist, so schnell wie möglich die Drei-Millionen-Marke zu erreichen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bali will mit Influencern Tourismus ankurbeln

Trotz steigender Corona-Fallzahlen will Indonesiens Urlauberinsel Bali mithilfe von 4.400 Influencern wieder Touristen anlocken. Von Oktober bis November sollen sie kostenlos auf der Insel reisen und in sozialen Medien von ihren Erfahrungen berichten.

Kein Après-Ski mehr in Österreich

Après-Ski in Österreich findet in der bisherigen Form in diesem Winter wegen der Corona-Krise nicht mehr statt. Gedrängtes Stehen soll es in Bars und auf Terrassen nicht mehr geben, Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden.

Corona-Hotspot Ischgl: Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Der österreichische Ferienort Ischgl wurde im Frühjahr zu einem Synonym eines unkontrollierten Coronavirus-Ausbruchs. An der Reaktion der Behörden hagelte es heftige Kritik. Nun gibt es erste Schadenersatz-Klagen, darunter von deutschen Touristen.

Wiener Opernball 2021 wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Wiener Opernball fällt 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die österreichische Regierung sagte das bedeutende Gesellschaftsevent am Mittwoch im Ministerrat in Wien ab. Der Ball sollte am 11. Februar stattfinden.

Erholung des Incoming-Tourismus langwieriger Prozess

Trotz Sommerferien und Lockerung der Corona-bedingten Reisebeschränkungen zwischen zahlreichen europäischen Ländern bleibt die Nachfrage im internationalen Tourismus deutlich unter den Vergleichswerten des Vorjahres.

Bewerbungsfrist für die EcoTrophea verlängert

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat die EcoTrophea dieses Jahr dem Thema Digitalisierung gewidmet. Um allen interessierten Initiativen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb zu ermöglichen, wurde die Bewerbungsfrist um einen Monat verlängert.

Coronavirus und Ischgl: Erste Schadenersatz-Klagen gegen Österreich

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben, klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol. Ein österreichischer Verbraucherschutzverein will die ersten Muster-Klagen einreichen.

Bahn startet kostenloses WLAN an mehr als 100 Bahnhöfen

Bahnkunden und Besucher können sich ab sofort an mehr als 100 Bahnhöfen in ganz Deutschland kostenlos in ein neues WLAN-Netz der Deutschen Bahn einwählen. Bislang bot die Deutsche Bahn kostenloses Internet flächendeckend nur in ihren Fernverkehrszügen an.

Brücke zum Überleben - Tui vor Staatseinstieg und Kapitalerhöhung?

Im Sommer 2021 könnte es in der Reisebranche wieder etwas besser aussehen. Doch der Corona-Winter davor wird wohl hart. Nach Lufthansa hat auch Tui schon eine Bedingung für eine staatliche Not-Beteiligung erfüllt. Ein solcher Schritt wäre allerdings umstritten.

Garmisch-Partenkirchen hebt Maßnahmen nach Coronaausbruch auf

Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. Damit sollten am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie der Sprecher des Landratsamtes mitteilte.