Kanaren wollen Plan für Lockerung der Ausgehsperre vorlegen

| Tourismus Tourismus

Auf den Kanarischen Inseln könnte die für ganz Spanien geltende strikte Ausgangssperre nach Auffassung der Regionalregierung schon bald gelockert werden. Dabei müsse die Entwicklung der Corona-Zahlen auf jeder einzelnen der acht Inseln berücksichtigt werden, sagte Regionalpräsident Ángel Víctor Torres am Montag dem Sender Cadena Ser. Auf einigen Inseln seien seit Tagen keine neuen Fälle gemeldet worden. Auf der kleinsten Insel La Graciosa mit 700 Einwohnern gebe es bislang keine einzige Infektion.

Insgesamt wurde auf den Kanaren mit ihren rund zwei Millionen Einwohnern etwa 2.000 Corona-Fälle bestätigt - mehr als 1.300 davon auf Teneriffa. Torres sagte, die abgeschottete geografische Lage vor der Nordwestküste Afrikas und die Schließung der Grenzen samt strikter Beschränkungen im Flugverkehr sei den Inseln zugute gekommen. Es habe deshalb keinen Sinn, noch länger zu warten, bis die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren werde. Diese Woche will er der Zentralregierung in Madrid einen entsprechenden Plan vorlegen.

Trotzdem rechnet Torres mit einem massiven Einbruch des Tourismus: 2019 waren noch mehr als 15 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland auf die Kanaren gereist. 2020 würden es «mit Glück» drei Millionen werden. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Wochenende angekündigt, den seit Mitte März geltenden Alarmzustand ein weiteres Mal bis einschließlich 9. Mai zu verlängern.

(dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel - auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Vom Harz-Ausflug bis zum Bauhaus-Besuch: Gäste haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem Tagesreisende sorgen für Umsatz.

Eine bundesweite Auswertung zeigt, dass naturnahe und vereinsgetragene Freibäder in mittelgroßen Städten die höchste Zufriedenheit erzielen. Das Dresdner Zschonergrundbad verteidigt dabei zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz.

Ein Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point zeigt einen Anstieg der Cyberangriffe in der Reisebranche um 24 Prozent im Mai 2026. Betrüger nutzen dabei zehntausende gefälschte Internetadressen, um gezielt Daten von Urlaubern abzugreifen.

Eine Studie von Helvetia Österreich belegt, dass 56 Prozent der Österreicher den Sommerurlaub mit dem eigenen Pkw planen. Während technische Checks vor allem von der älteren Generation durchgeführt werden, führen unbekannte Routen insbesondere bei jüngeren Fahrern zu Stress.

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.