Lauda-Airline schließt Standort Stuttgart

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Die österreichische Airline Laudamotion verlässt den Flughafen in Stuttgart und kündigt dort allen Beschäftigten. Die Ryanair-Tochter schließe den Standort nach der Sommersaison am 30. Oktober, wie aus einem Brief des Unternehmens an seine Mitarbeiter hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur seit Donnerstag vorliegt. Bereits Ende Mai war bekanntgeworden, dass die Airline ihren mehr als 200 Piloten und Flugbegleitern in Stuttgart und Düsseldorf vorerst das Mai-Gehalt nicht zahlen konnte, weil man nicht die nötigen Mittel habe.

Der Schließungsankündigung waren Tarifverhandlungen vorausgegangen, in denen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten «mit großer Mehrheit neue verschlechterte Arbeitsbedingungen abgelehnt» hatten. In Düsseldorf hätten dagegen die meisten Beschäftigten den Bedingungen zugestimmt - laut Verdi aber nur unter Androhung von Kündigungen. «Wir hoffen, dass Laudamotion seine Entscheidung, den Standort Stuttgart zu schließen und Mitarbeiter in Düsseldorf zu entlassen, überdenkt und mit uns einen Dialog beginnt, um die Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten», sagte Verdi-Vertreter Sven Bergelin am Donnerstag.

Zunächst hatte auch die Lauda-Basis in Wien geschlossen werden sollen. Nach einer Einigung auf einen neuen Tarifvertrag wurde die Schließung im Juni aber wieder abgeblasen.

Das Unternehmen hatte in den vergangenen zwei Jahren nach eigenen Angaben etwa 200 Millionen Euro verloren. Die Corona-Pandemie, in der der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen kam, verschärfte die Situation weiter. (dpa)


 

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