Lösungen für einen plastikfreien Urlaub

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Im Rahmen des gemeinsamen Branchenprojekts von Futouris e.V. und der Regierung der Balearen diskutierten am 12. Juni die Stakeholder des Projekts in einem Workshop auf Mallorca die Ergebnisse einer Vorstudie mit zehn Hotels und erarbeiteten gemeinsam Maßnahmen zur Reduktion von Plastikabfällen und für ein verbessertes Recycling.

Gemeinsam Plastikabfälle reduzieren, Recycling verbessern und somit das Mittelmeer und die Strände der Balearen vor weiterer Plastikverschmutzung schützen: Mit diesem Ziel trafen sich insgesamt 40 Vertreter der wichtigsten am aktuellen Futouris- Branchenprojekt „Plastikfreier Urlaub“ beteiligten Stakeholder. Hoteldirektoren, Vertreter der Futouris-Mitgliedsunternehmen sowie der Tourismus- und Umweltministerien der Balearen diskutierten mit lokalen und internationalen Partnern mögliche Lösungen und praktische Umsetzbarkeit in der Tourismusbranche. Futouris- Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Harald Zeiss freute sich über das große Interesse am Workshop: „Dies zeigt uns, dass das Bewusstsein für die Problematik der Plastikverschmutzung in der Tourismusbranche sowie der Bedarf an praktikablen Lösungen sehr hoch sind. Wir haben also mit unserem Branchenprojekt genau den richtigen Weg eingeschlagen.“ 

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und geschäftsführende Tourismusministerin der Balearen, Isabel Busquets, begrüßte die Teilnehmer des Workshops und zeigte sich erfreut über das rege Interesse von Hoteliers und Reiseveranstaltern: „Die Reduzierung von Plastik wird uns nochmals weiterbringen auf dem Weg hin zu einem nachhaltigen Tourismus, den die Balearenregierung bereits vor vier Jahren eingeschlagen hat. Indem wir auf Nachhaltigkeit setzen haben wir sogar die Chance, als Tourismusdestination herauszustechen und ein differenziertes Angebot zu bieten.“

Zunächst wurden die Ergebnisse einer im Mai durchgeführten Vorstudie in zehn Hotels auf Mallorca gezeigt. In den Partnerhotels der Futouris-Mitgliedsunternehmen DER Touristik, schauinsland-reisen, Thomas Cook und TUI wurden auf Basis einer Hotelbegehung sowie Interviews mit Management, Mitarbeitern und Gästen eruiert, in welchen Bereichen und zu welchen Zwecken Einwegplastik genutzt wird. Weiterhin wurden bereits umgesetzte Reduzierungsmaßnahmen und zukünftige Potentiale, z.B. Alternativprodukte wie essbare Strohhalme oder Wasserauffüllstationen und Möglichkeiten für deren Einsatz im Hotelbetrieb diskutiert. Auch wurde der Müllentsorgungs- und Recyclingprozess in der jeweiligen Gemeinde beleuchtet.

Als einer der größten Verursacher von Plastikmüll wurden Plastik-Wasserflaschen identifiziert, welche den Gästen in fast jedem Hotel zur Verfügung gestellt werden und von diesen als schwierig zu ersetzen, besonders auf Ausflügen, empfunden werden. Auch Miniatur-Toilettenartikel sowie in Plastik verpackte Duschhauben, Nagel- oder Schuhpflegesets und Slipper werden noch häufig in den Gästezimmern bereitgestellt. Eine weitere große Herausforderung stellen die großen Mengen an Plastikverpackungen von angelieferten Lebensmitteln dar.

Um für die aufgezeigten Problemfelder innovative und praktikable Lösungen zu entwickeln, wurden im Workshop von unterschiedlichen lokalen und internationalen Experten Ansätze aufgezeigt. So stellten die Organisationen Save The Med, Cleanwave.org sowie Travel Without Plastic Möglichkeiten und Alternativen zur Reduktion der gängigen Plastikprodukte vor und zeigten auf, wie diese an die Gäste und Hotelmitarbeiter kommuniziert werden können.

So bietet z.B. Save the Med ein umfassendes Programm zur Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Plastikartikel und –verpackungsmaterialien an, um Hotels eine informierte Entscheidung für Reduktionsprogramme zu ermöglichen, während Cleanwave den Aufbau eines Netzes an frei zugänglichen Trinkwasserauffüllstationen auf Mallorca vorantreibt, damit Plastikwasserflaschen unnötig werden. Weiterhin informierten Vertreter der Abfallbehörde im Workshop über die für die Hotellerie relevanten Inhalte des 2018 verabschiedeten Abfallgesetzes der Balearen. Auch stellte eine Vertreterin von Iberostar Hotels & Resorts das Meeresschutz- und Plastikreduktionsprogramm „Wave of Change“ als Best Practice und Inspiration vor.

Auf Grundlage der Ergebnisse und Informationen aus den Impulsen der Partner erarbeiteten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen gemeinsam mit den Experten praktische Pilotmaßnahmen, die über die kommenden Monate im Rahmen des Branchenprojekts in den teilnehmenden Hotels erprobt werden.


 

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