Lufthansa besorgt sich mit Anleihe eine weitere Milliarde Euro

| Tourismus Tourismus

Die von der Corona-Krise gebeutelte Lufthansa hat sich erneut eine Milliarde Euro frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Die Anleihe bestehe aus zwei Tranchen zu je 500 Millionen Euro, teilte die im MDax gelistete Fluggesellschaft am Mittwochabend nach Börsenschluss mit. Die erste Tranche mit einer jährlichen Verzinsung von 2,0 Prozent habe eine Laufzeit bis zum Jahr 2024. Die zweite Tranche laufe bis 2029 mit einem jährlichen Zins von 3,5 Prozent.

Mit dem neu aufgenommenen Geld will die Lufthansa ihre Liquidität stärken. «Wir arbeiten weiter konsequent an unseren Restrukturierungsmaßnahmen, um die staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen so schnell wie möglich zurückzuführen», sagte Finanzchef Remco Steenbergen laut Mitteilung. Die Regierungen von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien hatten der Lufthansa angesichts des Geschäftseinbruchs infolge der Pandemie im vergangenen Jahr Finanzhilfen über neun Milliarden Euro zugesagt und den Konzern damit vor dem wirtschaftlichen Aus bewahrt.

Bereits im Februar hatte die Lufthansa eine Anleihe über eine Milliarde Euro bei Anlegern platziert und damit einen Teil der erhaltenen Staatshilfen zurückgezahlt. Ende März verfügte der Konzern nach eigenen Angaben über liquide Mittel von 10,6 Milliarden Euro und hatte zu diesem Zeitpunkt rund 2,5 Milliarden Euro der staatlichen Finanzhilfen genutzt.

Zudem bereitet sich die Lufthansa weiter auf eine Kapitalerhöhung vor, um die erhaltenen Staatshilfen zurückzuzahlen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten allerdings noch keine Entscheidung über Umfang und Zeitpunkt getroffen, hieß es nun. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Air New Zealand führt ab November 2026 Schlafkabinen mit Etagenbetten in Langstreckenflugzeugen ein. Economy-Passagiere können die Plätze gegen Aufpreis buchen.

Die Wandersaison hat begonnen. Frische Luft, Ruhe, Hobbits, Weitblicke, Lacher, Betätigung in der Natur, Donald Trump, Bier. Wie schön! Genau das bieten Deutschlands kurioseste Wanderwege.

Fast zwei Drittel der von deutschen Gästen über Airbnb gebuchten Übernachtungen im Inland wurden im Jahr 2025 außerhalb von Städten verbracht. Doch in welchen Regionen war es dabei am günstigsten?

Die Nachfrage nach Campingurlaub zu Pfingsten steigt laut aktuellen Daten von PiNCAMP deutlich an und übertrifft das Wachstum der Sommersaison. Während beliebte Regionen bereits hohe Auslastungen melden, bleiben in vielen europäischen Destinationen noch Restkapazitäten.

Berlin-Touristen können sich künftig kleine Vorteile erarbeiten, wenn sie zum Beispiel Müll einsammeln oder sich anderweitig nachhaltig bei ihrer Reise verhalten. Noch diesen Sommer soll das Programm «BerlinPay» starten.

Der Münchner Flughafen leidet seit der Eröffnung 1992 an einem Geburtsfehler: Er ist mit Fernzügen nicht erreichbar. Bundesverkehrsminister Schnieder deutet an, dass das Manko behoben werden könnte.

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.