Mit dem Bau der Munich Arena in Freising verbinden die Projektverantwortlichen wirtschaftliche Erwartungen für die Region. Nach einer in der Pressemitteilung angeführten Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte wird nach der Eröffnung eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro prognostiziert. Von der zusätzlichen Nachfrage sollen insbesondere Gastronomie, Hotellerie und Pensionen sowie der Einzelhandel und zahlreiche Dienstleistungsunternehmen profitieren. Am 28. Oktober 2026 erfolgte der symbolische Spatenstich für die Konzertarena in unmittelbarer Nähe zum Flughafen München.
Die privat finanzierte Veranstaltungshalle soll rund 20.000 Besuchern Platz bieten. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 400 Millionen Euro. Die Eröffnung ist für 2029 vorgesehen. Zum Projekt gehört auch ein Hotel der Marke Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.
Deloitte erwartet zusätzliche Nachfrage für Hotels und Gastronomiebetriebe
Die von den Projektverantwortlichen angeführte Deloitte-Studie beziffert die erwarteten gesamtwirtschaftlichen Effekte während der Planungs- und Bauphase auf rund 390 Millionen Euro. Für die Zeit nach der Eröffnung prognostiziert die Beratungsgesellschaft eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region.
Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind verwies beim Spatenstich auf die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen. „Davon können unsere Gastronomie, Hotellerie, Pensionen und viele weitere Unternehmen vor Ort profitieren“, erklärte Schwind. Die Stadt werde künftig Gäste aus Deutschland und der ganzen Welt begrüßen können.
Am Spatenstich nahmen neben Schwind auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Live-Nation-Geschäftsführer Marek Lieberberg und Lorenz Schmid, Managing Partner der Munich Arena, teil. Dem Baubeginn ging eine mehrjährige Planungs- und Genehmigungsphase voraus.
Hilton plant erstes deutsches Tempo-Hotel mit 199 Zimmern
Zum geplanten Veranstaltungsgelände gehört das Tempo by Hilton Munich Airport Arena. Das Hotel mit 199 Zimmern soll 2029 zeitgleich mit der Konzerthalle eröffnen. Mit dem Haus ist der erste Standort der Marke Tempo by Hilton in Deutschland vorgesehen.
Hilton hatte den Vertragsabschluss bereits am 1. Oktober 2026 bekannt gegeben. Als Betreiber ist die Allresto Munich Airport Hotel and Restaurants GmbH vorgesehen, eine Tochtergesellschaft des Flughafens München. Sie soll das Hotel im Rahmen eines Managementvertrags betreiben.
Allresto hat das Haus von der Swmunich Accomodation GmbH angemietet, die zur Munich Arena-Gruppe gehört. Nach Angaben von Lorenz Schmid soll das Hotel Fans, Künstlern und deren Begleitmannschaften ermöglichen, nach Konzerten direkt vor Ort zu übernachten.
Restaurants und Bars ergänzen das gastronomische Angebot der Konzertarena
Neben dem Hotel ist auf dem Veranstaltungsgelände auch ein sogenannter Mobility-Hub vorgesehen. Innerhalb der Konzerthalle planen die Projektverantwortlichen Lounges, Bars und Restaurants.
Die Arena wird nach dem Konzept „Music First“ entwickelt. Architektur, Innenraumgestaltung und technische Infrastruktur sollen auf die Anforderungen von Musikveranstaltungen ausgerichtet werden. Vorgesehen ist eine hufeisenförmige Zuschauertribüne mit einem Winkel von 270 Grad und steil ansteigenden Rängen.
Nach Angaben der Projektgesellschaft soll die Veranstaltungshalle allen Künstlern und Veranstaltern gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die technische Infrastruktur und die Logistik werden auf große nationale und internationale Konzertproduktionen ausgerichtet.
Architekturbüros Populous und HENN verantworten die Planung der Konzertarena
Das architektonische Konzept stammt vom Londoner Büro Populous. Die planerische Umsetzung als Generalplaner übernimmt das Münchner Architekturbüro HENN.
Die kreisrunde Arena soll eine Höhe von rund 34 Metern und einen Durchmesser von etwa 100 Metern erreichen. Ihre äußere Tragkonstruktion greift das Rautenmuster der bayerischen Landesflagge auf.
Die Munich Arena ist zudem Bestandteil des Münchner Konzepts für eine mögliche Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Sollte München den Zuschlag erhalten, ist eine vorübergehende Nutzung der Konzerthalle für Schwimm- und Para-Schwimmwettbewerbe vorgesehen.
Dafür soll auf dem bestehenden Hallenboden ein Wettkampfbecken installiert werden, das nach den Spielen abgebaut und an anderer Stelle weiterverwendet werden kann.
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