Ostseeresort Olpenitz findet neuen Investor nach Helma-Insolvenz

| Tourismus Tourismus

Für das von der Insolvenz der Helma Ferienimmobilien GmbH betroffene Ostsee-Resort Olpenitz an der Schleimündung ist ein neuer Investor gefunden worden. Insolvenzverwalter Manuel Sack habe einen Kaufvertrag mit einem strategischen Investor über die noch verfügbaren Entwicklungsflächen des Resorts unterzeichnet. Der Name des Investors wurde bislang nicht genannt.

Der Vertrag umfasse rund 39.000 Quadratmeter bislang unbebaute Flächen sowie die Bauabschnitte zwei und drei des Wohn- und Geschäftshauses Poseidon. Der Eigentumsübergang stehe noch unter mehreren aufschiebenden Bedingungen und werde voraussichtlich Anfang 2027 vollzogen.

Die Helma Ferienimmobilien GmbH hatte 2024 Insolvenz angemeldet. Auf der Südseite des ehemaligen Marinehafens sind die Folgen weiterhin sichtbar: Teile des Hauses Poseidon befinden sich noch im Bau, zudem blieben Flächen des Resorts unbebaut.

Investor soll offene Bauvorhaben und weitere Resortentwicklung übernehmen

Nach Angaben des Insolvenzverwalters solle der Investor die noch offenen Bauvorhaben übernehmen und zugleich den Aufbau einer Resortgesellschaft vorantreiben. Diese solle künftig zentrale Aufgaben für das gesamte Areal übernehmen und als Ansprechpartner für Eigentümer, Vermieter und die Stadt Kappeln fungieren.

Geplant sei zudem, bestehende Wohnungseigentümer und Ferienhausvermieter an der Gesellschaft zu beteiligen. Einzelheiten wolle der Investor nach den Sommerferien vorstellen.

Über den Kaufpreis hinaus seien weitere Investitionen in die Infrastruktur des Resorts vorgesehen. Dazu zählten Maßnahmen an öffentlichen Anlagen. Umfang und Umsetzung hingen nach Angaben der Beteiligten auch von der Mitwirkung der bestehenden Eigentümer und Vermieter ab.

Kappelns Bürgermeister Joachim Stoll wird in der vorliegenden Mitteilung mit den Worten zitiert, es handele sich um einen „erfahrenen und engagierten Projektentwickler“, der in den Startlöchern stehe.

Erster Poseidon-Bauabschnitt soll noch 2026 fertiggestellt werden

Unabhängig vom Investorenprozess werde der erste Bauabschnitt des Hauses Poseidon weiter fertiggestellt. Das Gebäude direkt an der Hafenkante solle insgesamt 48 Wohnungen sowie rund 1.170 Quadratmeter Gewerbefläche im Erdgeschoss umfassen.

Von den Wohnungen seien nach Angaben des Insolvenzverwalters bereits 44 verkauft, vier Einheiten stünden noch zum Verkauf. Nach weiteren Angaben seien 38 Erwerber in ein Treuhandmodell für die Fertigstellung eingebunden. Dabei flössen Kaufpreiszahlungen auf ein Treuhandkonto und würden ausschließlich für den Weiterbau verwendet.

Die Übergabe des ersten Bauabschnitts sei noch für 2026 vorgesehen. Die Gewerbeflächen würden separat vermarktet und seien insbesondere für gastronomische Nutzungen vorgesehen.

Insolvenzverwaltung führt weitere Bauarbeiten während des Verfahrens fort

Auch während des Insolvenzverfahrens seien in anderen Bereichen des Resorts Bauprojekte abgeschlossen worden. Die Insolvenzverwaltung habe ein Investitionsvolumen von rund 13,7 Millionen Euro organisiert, um Bau- und Erschließungsmaßnahmen weiterzuführen.

Im Bereich des sogenannten Ferienparks drei seien Straßen, Wege, Kreisverkehre und Außenanlagen über ein Treuhandmodell finanziert und fertiggestellt worden. Darüber hinaus seien 74 Wohneinheiten samt Außenanlagen fertiggestellt und an die Erwerber übergeben worden. Einige Wohnungen stünden weiterhin zum Verkauf.

Weitere 20 Häuser seien nach den vorliegenden Angaben ebenfalls über ein Treuhandmodell fertiggestellt worden. Das Ostsee-Resort verfüge inzwischen über mehr als 1.300 Wohneinheiten und mehr als 5.000 Gästebetten.

Helma-Insolvenz betrifft Ferienprojekt auf ehemaligem Marinegelände

Die Insolvenz der Helma Ferienimmobilien GmbH war Anfang 2024 infolge der Zahlungsunfähigkeit der Muttergesellschaft Helma Eigenheimbau AG eingeleitet worden. Das Ostsee-Resort Olpenitz gilt nach Angaben der vorliegenden Medienquelle als größtes Ferienimmobilienprojekt des Unternehmens.

Auf dem ehemaligen Marinegelände wird seit mehr als zehn Jahren eine Ferienanlage entwickelt. Mit dem nun unterzeichneten Kaufvertrag sollen die verbliebenen Entwicklungsflächen und weitere Poseidon-Bauabschnitte an den strategischen Investor übergehen, sofern die vereinbarten Bedingungen für den Eigentumsübergang erfüllt werden.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Untersuchung zeigt deutliche Preisunterschiede bei deutschen Ferienhäusern, wobei Sylt das Ranking anführt. In den Alpenregionen bleibt der Tegernsee die teuerste Lage, erreicht jedoch nicht das Preisniveau der Küstenhotspots.

Die Niederlande sind weit mehr als nur das Land von Tulpen, Windmühlen und Käse. Für viele Reisende bietet das Nachbarland eine perfekte Mischung aus Entspannung, Natur und Kultur. Wer eine Auszeit vom Alltag sucht, muss nicht unbedingt in den Flieger steigen. Ein Urlaub bei den niederländischen Nachbarn ist unkompliziert, abwechslungsreich und ideal für Familien, Paare oder Alleinreisende.

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.