Portal zum virtuellen Verreisen gestartet

| Tourismus Tourismus

An Verreisen ist in Zeiten von Corona nicht zu denken. Aber wenigstens wegträumen kann man sich ja, um etwas gegen das Fernweh zu tun: Das haben sich zwei Touristiker bei Trier gedacht und eine Plattform geschaffen, über die man virtuell auf Reisen gehen kann. «Urlaub beginnt im Kopf», sagte Gregor Demmer vom Reisevermittler Euresa in Saarburg der Deutschen Presse-Agentur. Er hat die Webseite «www.wegtraeumen.de» mit seinem Kollegen Johannes Nicknig seit einer Woche geschaltet.

Die Idee ist: Unter Rubriken wie «Traumreisen» oder «Sehnsuchtsorte» können User eigene Fotos aus dem Urlaub hochladen, teilen und somit andere zum «Mitträumen» bringen. Zu den Bildern könne man Tipps schreiben, warum dieser Ort so besonders sei, sagte Demmer. Dies könnte für künftige Reiseplanungen anregend sein.

Jeder habe auf seinem Handy Urlaubsfotos schlummern, die nicht verwendet würden. «Auf der Plattform kann man noch was Schönes daraus machen: Nämlich anderen die Möglichkeit geben, sich quasi dorthin zu träumen, wo man selber schon war - und Erlebnisse zu teilen», sagte der Geschäftsführer. So könne das Bedürfnis, neue Reiseziele zu erkunden, wenigstens digital befriedigt werden.

Die Idee für die neue Webseite entstand, weil der Reisevermittler wegen der Corona-Pandemie ausgebremst wurde - und es Zeit für andere Überlegungen gab. Die Nutzung der Plattform sei kostenlos. Es gebe bereits 80 User, 52 «Entdecker» hätten ein Profil angelegt. «Wir sind guter Dinge, dass das jetzt in Gang kommt», sagte Demmer.

Für das Online-Reisebüro Euresa, das Kreuzfahrten vermittelt, solle das Portal ein Instrument der Kundenbindung werden. 2019 hat Euresa nach eigenen Angaben knapp 6000 Kreuzfahrten vermittelt.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.