„Reserve Now, Pay Later“ - Airbnb startet Bezahlmodell ohne Vorkasse

| Tourismus Tourismus

Airbnb hat in den USA die neue Zahlungsoption „Reserve Now, Pay Later“ eingeführt. Gäste können Unterkünfte mit flexibler oder moderater Stornopolitik zunächst ohne Vorauszahlung reservieren. Die vollständige Bezahlung ist erst vor Ablauf der jeweils geltenden kostenlosen Stornofrist fällig.

Bei flexiblen Richtlinien können Gäste bis 24 Stunden vor dem geplanten Check-in kostenlos stornieren, bei moderaten Richtlinien bis fünf Tage vor der Anreise. Erfolgt die Zahlung nicht rechtzeitig, storniert Airbnb die Buchung automatisch. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte: „Payment from guests is due before the free cancellation period ends. If guests are unable to pay, Airbnb will cancel the reservation, ensuring hosts have the opportunity to secure another booking.“ Für Gastgeber gelten nach Angaben des Unternehmens weiterhin die gewohnten Auszahlungsfristen, die bestehenden Stornierungsbedingungen bleiben unverändert.

Mit der neuen Option erweitert Airbnb sein Angebot an flexiblen Zahlungsmodellen. Bereits 2018 wurde „Pay Part Now, Pay Later“ eingeführt, bei dem Gäste einen Teilbetrag sofort und den Rest später entrichten. 2023 folgte in Zusammenarbeit mit Klarna „Pay Over Time“, das eine Ratenzahlung über sechs Wochen ermöglicht. Laut einer gemeinsam mit Focaldata durchgeführten Befragung gaben 55 Prozent der Teilnehmer an, flexible Zahlungsoptionen bei der Buchung zu bevorzugen. 42 Prozent berichteten, bereits eine Unterkunft nicht gebucht zu haben, weil innerhalb der Reisegruppe die Kostenaufteilung nicht rechtzeitig geklärt werden konnte.

Während erste Testläufe im Sommer 2025 auf vereinzelte Bedenken von Gastgebern hinsichtlich kurzfristiger Absagen stießen, sehen andere Betreiber darin eine Möglichkeit, gegenüber Online-Reisebüros wettbewerbsfähiger zu werden. Ein Sprecher äußerte sich mit den Worten: „We hope they continue to see the value in doing so with Reserve Now, Pay Later. We're optimistic that hosts will recognize how this added flexibility benefits guests.“

Über eine mögliche Ausweitung des Angebots über den US-Markt hinaus hat das Unternehmen noch keine Angaben gemacht. Daten zur bisherigen Nutzung wurden nicht veröffentlicht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.