Samih Sawiris will FTI übernehmen

| Tourismus Tourismus

Der Münchner Reiseveranstalter FTI könnte den Besitzer wechseln. Der ägyptische Unternehmer und Minderheitsgesellschafter Samih Sawiris will einem Bericht der Zeitung die «Welt» zufolge die alleinige Kontrolle übernehmen. FTI wollte sich am Montag nicht zu etwaigen Plänen äußern und erklärte lediglich: «Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist keine Übernahme durch den Gesellschafter Sawiris vollzogen.» Sein aktueller Anteil am Unternehmen beträgt demnach 33,6 Prozent.

Beim Bundeskartellamt liegt derzeit die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung und der alleinigen Kontrolle über die FTI Finanzholding zur Prüfung vor. Das geht aus der Liste der laufenden Fusionskontrollverfahren hervor. Die Luxemburger Gesellschaft SOSTNT, die dies dem Eintrag zufolge anstrebt, wird von Sawiris kontrolliert.

FTI ist, wie die gesamte Reisebranche, stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Vergangene Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit Hilfe staatlicher Bürgschaften des Bundes sowie der Länder Bayern, Thüringen und Berlin seine Finanzierung für die kommenden zwölf Monate gesichert zu haben. Zudem gebe es Sparmaßnahmen und Kurzarbeit. Zur Höhe der Bürgschaften wurde nichts bekannt.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Adopt a Backpacker: Australier adoptieren in Not geratene Rucksacktouristen

Corona hat die Pläne vieler Rucksacktouristen in Australien auf den Kopf gestellt. Gelegenheitsjobs im Lockdown? Fehlanzeige. Damit sie in unsicheren Zeiten gut unterkommen, gründete ein Paar die Plattform «Adopt a Backpacker».

Tourismusbranche fordert abgestimmtes Konzept für Neustart

Die Tourismusbranche befürwortet die von Bund und Ländern geplante Einrichtung einer Arbeitsgruppe für eine Öffnungsstrategie in der Corona-Krise. «Es ist gut, dass Bund und Länder nun endlich eine Öffnungsstrategie angehen», teilten mehrere Tourismus- und Reiseverbände mit.

Rent a Skilift: Findige Idee in Bayern verboten, im Südwesten erlaubt

Unterschiedliche Ansichten in der Corona-Politik machen auch findigen Ideen schnell den Garaus. Einem Liftbetreiber im oberbayerischen Böbing wurde jetzt verboten, seinen Schlepplift stundenweise an einzelne Familien zu vermieten. In Baden-Württemberg dagegen boomt „Rent a Skilift“ derweil.

Reise-Rückkehrerin: Geschlossene Schulen und tausende Quarantäne-Anordnungen

Durch das Missachten von Corona-Regeln hat eine Urlauberin nach der Rückkehr nach Belgien für geschlossene Schulen und 5.000 Quarantäne-Anordnungen gesorgt. Über Weihnachten hatte die Frau einige Tage zum Ski-Urlaub in der Schweiz verbracht.

Disneyland Paris verschiebt Wiedereröffnung

Disneyland Paris hat seine Wiedereröffnung aufgrund der Corona-Pandemie auf den 2. April verschoben. Der Vergnügungspark sollte eigentlich am 13. Februar wiedereröffnet werden. Dies sei aufgrund der derzeitigen Lage jedoch nicht mehr möglich.

Genferseegebiet: Uhrmacherhandwerk und Kunstmechanik jetzt UNESCO-Kulturerbe

Die UNESCO würdigt mit der aktuellen Aufnahme in die „Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ die lebendige Tradition des Uhrmacherhandwerks und der Kunstmechanik, die die Region des französisch-schweizerischen Jurabogens prägt.

MS Amadea bleibt vor Anker: «Traumschiff» wird trotzdem weitergedreht

Die Corona-Pandemie hat auch die Pläne für Deutschlands bekanntestes Kreuzfahrtschiff durcheinandergebracht. Das ZDF dreht dennoch an Bord die neuen Abenteuer der Crew von TV-Kapitän Florian Silbereisen.

Fraport: Passagieraufkommen auf historisch niedrigem Niveau

Im Jahr 2020 zählte der Flughafen Frankfurt rund 18,8 Millionen Passagiere, ein Minus von 73,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag das Passagieraufkommen in Frankfurt auf einem Niveau wie zuletzt 1984, wie Fraport-Chef Stefan Schulte mitteilte.

Australien bleibt auch 2021 für Reisende dicht

Australien wird seine Grenzen für internationalen Reiseverkehr voraussichtlich auch 2021 nicht öffnen. Das Land hat seine Landesgrenzen seit März 2020 geschlossen. Auch wegen dieser Maßnahme ist Australien bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen.

Deutsche Bahn will keine Sonderrechte für Geimpfte in den Zügen

Für Corona-Geimpfte soll es bei der Deutschen Bahn laut Konzernchef Richard Lutz keine Sonderrechte geben. Niemand werde vorerst auf eine Maske verzichten können, nur weil er einen Impfausweis hochhalte.