Schleswig-Holstein ist Top-Ziel für Urlaub mit Kindern

| Tourismus Tourismus

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein. Mit einem Anteil von 5,3 Prozent bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern mit 3,2 Prozent, wie die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) nach einer Auswertung des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) mitteilte.

In den Jahren 2017 bis 2019 hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 8,4 Prozent noch deutlich vor Schleswig-Holstein mit 5,5 Prozent gelegen. «Mittlerweile hat sich die Lage gedreht», sagte TA.SH-Geschäftsführer Stefan Borgmann der dpa. Während andere Inlandsziele Marktanteile verloren hätten, habe sich Schleswig-Holstein behauptet.

Auch bei Reisen mit den Großeltern (10 Prozent) und bei Urlaubsreisen mit kleinen Kindern in der Nebensaison (5 Prozent) belegt Schleswig-Holstein jeweils im Inland bundesweit den ersten Platz.

Schleswig-Holstein auch international gut platziert

Im internationalen Vergleich belegt Schleswig-Holstein den siebten Platz. An der Spitze stehen die Türkei mit 12,6 Prozent, Italien (10,4 Prozent) und Spanien (7,2 Prozent). Für die der Auswertung zugrunde liegende die Reise-Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. 2026 wurden Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer ausgewertet.

Innerhalb Schleswig-Holsteins ist bei Eltern und Großeltern mit Kindern bis fünf Jahren die Ostseeküste deutlich beliebter als die Nordseeküste. Borgmann betonte die Bedeutung der Reisen mit Kindern. Man nähere sich bei der Zahl der Kinder in Deutschland wieder alten Zahlen aus den 1990er Jahren. «Von daher ist die Anzahl der Menschen, die mit kleinen Kindern unterwegs sind, eher zunehmend.» Im vergangenen Jahr lag der Anteil von Reisen mit Kindern bis 13 Jahren bei 19,2 Prozent. Bis 2035 könnte dieser nach einer Schätzung der Studienautoren leicht auf 20 Prozent steigen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa geht weiter. Nun streiken die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende - und was unternimmt Deutschlands größte Airline? Ein Überblick.

Eine aktuelle Analyse von Accor identifiziert das Mittelrheintal als die Region mit der höchsten Burgendichte in Deutschland. Das Ranking vergleicht zudem die Erreichbarkeit und Besichtigungsmöglichkeiten der historischen Anlagen.

Die Auslastung der Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern lag zu Ostern 2026 laut Umfrage unter den Erwartungen. Als Gründe werden unter anderem gestiegene Kraftstoffpreise und wetterabhängige Reiseentscheidungen genannt.

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.