So gestresst sind die Deutschen im Urlaub

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50 Prozent der Deutschen haben sich laut einer aktuellen Umfrage der Reisesuchmaschine momondo.de schon einmal wegen ihres Urlaubs gestresst gefühlt. Planung, An- und Abreise und der Aufenthalt selbst setzen viele unter Anspannung. 

Stressfaktor: Die Planung

Für viele Deutsche beginnt der Stress schon bei der Vorbereitung. Vor allem die Suche nach der passenden Unterkunft ist ein Stressfaktor. Die Unterkunft muss schließlich nicht nur jedem gefallen. Sie muss auch ins Budget passen. Ist die Bleibe dann gebucht, so beginnt das süße Vergnügen? Sollte man meinen. Aber dann muss man packen. Und damit beginnt der nächste Stress. Die 18 bis 22-Jährigen sehen das noch recht gelassen, die 36 bis 66-Jährigen hingegen sind hier ordentlich gefordert und geben an, dass sie das Packen richtig stresst. Insgesamt empfinden rund 13 Prozent der Deutschen die Urlaubsvorbereitung als stressig. Damit sind sie sogar am stressfreisten. Der internationale Schnitt liegt bei 26 Prozent und in den USA verbinden sogar 41 Prozent die Urlaubsplanung mit Stress.

Stressfaktor: Die Reise zum Urlaubsziel

Unterhosen und Socken sind im Koffer, eigentlich könnte es jetzt ganz entspannt losgehen. Oder? Weit gefehlt! Ein Viertel der Deutschen hat die Anreise schon einmal als stressig empfunden. Vor allem bereitet es ihnen Stress, in Schlangen zu warten. Und damit sind sie nicht allein. Einzig die Franzosen und Polen scheinen sich wenig an langen Wartezeiten zu stören. Auch der Flughafen hat es in sich: rechtzeitig dort sein, am Schalter anstehen, eventuelle Verspätungen und die Reise vom Flughafen zur Unterkunft steigern die Anspannung. Doch da ist noch mehr. Bei vielen Deutschen löst es schon Stress aus, von Zuhause weg oder nicht am Arbeitsplatz zu sein. Die Angst, etwas vergessen zu haben oder etwas auf der Arbeit zu verpassen, ist ähnlich groß. Die Angst, etwas vergessen zu haben, trifft vor allem die, die vor der Reise etwas zu sorglos unterwegs waren: die 18 bis 22-Jährigen.

Stressfaktor: Der Urlaub selbst

Auch der Urlaub selbst ist für fast jeden zehnten (9%) Deutschen mit Stress verbunden. Die ungewohnten Gesetze, Sitten und Gepflogenheiten des Landes, in das man reist, stressen viele Urlauber. Es zeigt sich, dass die 36 bis 66-Jährigen hier stressresistenter sind als die Jüngeren. Ein weiterer Faktor für Anspannung im Urlaub ist das Essen. Die regionale Küche belastet viele Urlauber. Das Suchen des richtigen Restaurants sorgt ebenfalls für Stress. Hier sind die Deutschen im Vergleich aller befragten Länder (12%) etwas unter dem Durchschnitt. Anderen Nationalitäten wie Australiern (21%) und US-Amerikanern (22%) fällt es deutlich schwerer, im Urlaub abzuschalten.

Stressfaktor: Die Heimreise

Nach dem Urlaub ist vor dem Stress. Denn: Viele empfinden die Rückkehr in den Alltag als anstrengend. Auch hier gibt es einige regionale Unterschiede: Besonders Menschen in den Ländern Südamerikas empfinden es als Stress, wieder in den Alltag zurückzukehren. So etwa für 38 Prozent der Chilenen oder für 35 Prozent der Kolumbianer. Am lockersten sehen das die Niederländer – nur 16 Prozent dort empfinden die Rückkehr zur Normalität als stressig. Die Deutschen, von denen 23 Prozent die Rückkehr in den Alltag als stressig empfinden, liegen dabei etwa im Durchschnitt aller befragten Länder.


 

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