Städteranking: Prag ist fotogenste Stadt Europas

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Eine aktuelle Datenanalyse des Softwareentwicklers Skylum hat die Popularität und Bewertung von Sehenswürdigkeiten in Europa untersucht. Die Auswertung der Google-Maps-Rezensionen zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der Qualität und Quantität der touristischen Attraktionen. Während Prag europaweit die höchste Dichte an Sehenswürdigkeiten aufweist, sichert sich Dresden im nationalen Vergleich den Spitzenplatz bei der Besucherzufriedenheit.

Dresden als deutscher Spitzenreiter bei der Gästezufriedenheit

In Deutschland weisen die Sehenswürdigkeiten in Dresden mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,63 Sternen die höchste Gästezufriedenheit auf. Auf den weiteren Plätzen im Ranking der 20 einwohnerstärksten Städte folgen Bremen und München mit jeweils 4,60 Sternen. Den dritten Rang teilen sich Essen und Hamburg mit einem Wert von 4,59. Im Mittelfeld positionieren sich Wuppertal und Leipzig mit 4,57 sowie Nürnberg mit 4,56 Sternen.

Am Ende der Skala finden sich Duisburg mit 4,44 und Berlin mit 4,49 Sternen wieder. Die Städte Köln, Frankfurt am Main, Dortmund, Hannover, Bochum und Bielefeld erreichen jeweils einen Durchschnittswert von 4,51. Bei der Gesamtzahl der Attraktionen liegt Berlin mit 60 identifizierten Orten vorn, gefolgt von München mit 52 und Frankfurt am Main mit 40 Sehenswürdigkeiten.

Beliebte Attraktionen und Grünanlagen im Bundesgebiet

Hinsichtlich der absoluten Bestbewertungen von mindestens 4,8 Sternen bei über 1.000 Rezensionen ragen 22 deutsche Sehenswürdigkeiten heraus. Diese Spitzenwerte werden am häufigsten in Hamburg und Dresden erreicht, die jeweils fünf solcher Top-Attraktionen beheimaten. Zu den populärsten Zielen in Deutschland zählen das Miniatur Wunderland in Hamburg, der Kölner Dom sowie das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.

Im Bereich der Naherholung führen Planten un Blomen in Hamburg und der Rhododendron-Park in Bremen das Ranking der Grünanlagen mit 4,8 Sternen an. Bei den Sakralbauten erzielen die Münchener Asamkirche und die Frauenkirche in Dresden die höchsten Zustimmungswerte unter den Besuchern.

Osteuropäische Metropolen dominieren den EU-Vergleich

Im europaweiten Vergleich von 56 Metropolen belegt die bulgarische Stadt Plowdiw mit einem Durchschnittswert von 4,71 den ersten Platz. Es folgen das estnische Tartu mit 4,70 sowie Vilnius und Kaunas in Litauen mit jeweils 4,68 Sternen. Athen mit 4,67 und Warschau mit 4,66 Sternen komplettieren die Spitzengruppe.

Die geringste Durchschnittsbewertung verzeichnen Espoo in Finnland mit 4,36 und Marseille mit 4,37 Sternen. Auch die schwedische Stadt Göteborg liegt mit 4,4 Sternen im unteren Bereich des Vergleichs. Die quantitativ meisten Sehenswürdigkeiten bietet Prag mit insgesamt 69 Objekten, dicht gefolgt von Rom und Paris mit jeweils 68 Attraktionen.

Spitzenreiter bei Einzelbewertungen

Das einzige untersuchte Ziel in Europa, das eine perfekte Bewertung von 5,0 Sternen vorweisen kann, ist das WOMAI-Museum im polnischen Krakau. Weitere 13 Sehenswürdigkeiten erreichen einen Wert von 4,9 Sternen. Dazu zählen unter anderem die Süleymaniye-Moschee in Istanbul, das Odeon des Herodes Atticus in Athen und der Palazzo Colonna in Rom. Die Stadt Krakau verfügt zudem mit zwölf Objekten über die höchste Anzahl an Attraktionen, die mindestens 4,8 Sterne bei hoher Rezensionszahl aufweisen.

Technologische Aspekte der Reisefotografie

Die Untersuchung beleuchtet zudem aktuelle Trends in der visuellen Aufbereitung von Reiseerlebnissen. „Wenn der Name einer bestimmten Stadt fällt, denken die meisten Menschen zuerst an die berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Sie wecken nicht selten die Sehnsucht, einen Ort zu besuchen und das Erlebnis auf eigenen Fotos festzuhalten“, erklärt Ivan Kutanin, CEO von Skylum.

Der Markt für die Bearbeitung touristischer Aufnahmen wird zunehmend durch künstliche Intelligenz geprägt, die Aufgaben wie Belichtungsanpassungen oder die Rauschreduzierung übernimmt. Zudem gewinnen mobiles Editing direkt am Smartphone sowie ein Trend zu authentischen, realistischen Bearbeitungen an Bedeutung. Während dramatische Farbstimmungen oder Retro-Looks für Individualität sorgen, verlieren unnatürlich wirkende HDR-Effekte laut der Analyse an Relevanz.


 

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