Stuttgart eröffnet "Haus des Tourismus": Neue zentrale Anlaufstelle für Fachwelt und Gäste

| Tourismus Tourismus

Die Stuttgart-Marketing GmbH steht vor der Eröffnung eines zentralen Projekts für die Tourismusbranche: Das Haus des Tourismus soll Mitte Oktober seine Pforten öffnen. Die neue Einrichtung am Stuttgarter Marktplatz versteht sich als umfassende Anlaufstelle für Gäste, Einheimische und das touristische Fachpublikum und soll als Visitenkarte sowie Schaufenster für den gesamten Tourismus in Baden-Württemberg fungieren.

Zentrale Funktionen unter einem Dach

Das Haus, das im traditionsreichen ehemaligen Modekaufhaus Breitling entstanden ist, vereint mehrere wichtige Funktionen an einem zentralen Standort: die Tourist-Information i-Punkt, ein Gastronomieangebot, Tagungsräume, Büros sowie eine begrünte Dachterrasse. Diese Bündelung zielt darauf ab, Information, Gastfreundschaft, touristisches Know-how und regionale Identität zu integrieren.

Moderne Tourist-Information und Gastronomie

Die Tourist-Information i-Punkt im Erdgeschoss, die bereits geöffnet ist, zählt zu den modernsten in Deutschland. Sie ist großzügig, lichtdurchflutet und zum Marktplatz hin geöffnet. Das Angebot umfasst neben persönlicher Beratung und Ticketverkauf für Veranstaltungen auch Stadtführungen, Souvenirs sowie regionale Produkte. Ein optisches Element ist die 180-Grad-LED-Wand, die auf die touristische Vielfalt der Region einstimmt. Kulinarisch ergänzt wird das Angebot im Erdgeschoss durch das Restaurant knitz. Es lädt mit schwäbischer Gastlichkeit und regionaler Küche zum Verweilen ein.

Urbaner Rückzugsort und Veranstaltungsfläche

Ein herausragendes Merkmal des neuen Hauses ist die öffentlich zugängliche, begrünte Dachterrasse. Als urbaner Rückzugsort und grüne Oase in der Innenstadt bietet sie Weitblick und Bewirtung durch das knitz. Zugleich symbolisiert sie die Offenheit des Hauses.

Für das Fachpublikum stehen im ersten Stock drei Tagungsräume zur Verfügung. Diese sind hochwertig ausgestattet, bieten Platz für bis zu 40 Personen und eignen sich für Besprechungen, Workshops oder hybride Events. Die Räume bieten Blick auf den Marktplatz, verfügen über Tageslicht und haben direkten Zugang zur Gastronomie.

Gebündelte Tourismuskompetenz

Die Stockwerke zwei und drei dienen als gemeinsame Arbeitsstätte für gleich drei zentrale Marketing- und Managementorganisationen: die Stuttgart-Marketing GmbH, die Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH sowie die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. Hier werden Strategien und Projekte für die touristische Vermarktung der Landeshauptstadt, der Region und des gesamten Landes entwickelt.

Nachhaltigkeit und Finanzierung

Von Beginn an war Nachhaltigkeit ein Leitprinzip bei der Sanierung. Das Bestandsgebäude wurde weitestgehend erhalten, ressourcenschonend saniert und umweltfreundlich erweitert. Sichtbare Zeichen dieses zukunftsorientierten Ansatzes sind unter anderem der Einsatz von Holz, eine Photovoltaik-Anlage, Dach- und Fassadenbegrünung sowie ein regionales Sortiment im i-Punkt und regionale Küche in der Gastronomie. Auch Barrierefreiheit wurde konsequent berücksichtigt.

Aufgrund seiner nachhaltigen Architektur, dem flexiblen Nutzungskonzept und dem Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung wurde das Haus des Tourismus auch in das IBA'27-Netz aufgenommen. Die Bruttogesamtkosten für den Umbau des ehemaligen Kaufhauses Breitling werden voraussichtlich rund 25 Millionen Euro erreichen. Die Landeshauptstadt Stuttgart beteiligt sich mit einer Summe von voraussichtlich etwa 21,5 Millionen Euro.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedigs neuer Bürgermeister Venturini bringt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühr für Tagesbesucher ins Spiel - auf bis zu 50 Euro. In der Lagunenstadt sorgt der Vorstoß für Wirbel.

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Vom Harz-Ausflug bis zum Bauhaus-Besuch: Gäste haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Vor allem Tagesreisende sorgen für Umsatz.

Eine bundesweite Auswertung zeigt, dass naturnahe und vereinsgetragene Freibäder in mittelgroßen Städten die höchste Zufriedenheit erzielen. Das Dresdner Zschonergrundbad verteidigt dabei zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz.

Ein Bericht des IT-Sicherheitsunternehmens Check Point zeigt einen Anstieg der Cyberangriffe in der Reisebranche um 24 Prozent im Mai 2026. Betrüger nutzen dabei zehntausende gefälschte Internetadressen, um gezielt Daten von Urlaubern abzugreifen.

Eine Studie von Helvetia Österreich belegt, dass 56 Prozent der Österreicher den Sommerurlaub mit dem eigenen Pkw planen. Während technische Checks vor allem von der älteren Generation durchgeführt werden, führen unbekannte Routen insbesondere bei jüngeren Fahrern zu Stress.

Four Seasons Yachts erweitert ihre Flotte und plant für das Jahr 2028 die Inbetriebnahme der neuen Yacht Four Seasons II. Das Schiff wird mit 79 Suiten ausgestattet sein, zu denen auch wohnraumähnliche Unterkünfte auf den oberen Decks gehören.

Airbnb und der Deutsche Tourismusverband fördern ländliche Tourismusprojekte in Deutschland mit insgesamt einer Million Euro. Bewerbungen für den Wettbewerb NaturMomente können bis zum 9. September 2026 eingereicht werden.

Eine Umfrage zeigt, dass deutsche Urlauber verstärkt geringere Nebenkostenbudgets für Verpflegung und Ausflüge an ihren Urlaubsorten einplanen. Während die Summen bis zu 500 Euro pro Person deutlich an Relevanz gewinnen, sinkt der Anteil höherer Budgets spürbar.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus sieht den internationalen Deutschlandtourismus trotz geopolitischer Unsicherheiten auf stabilem Kurs. Aktuelle Daten und Branchenumfragen deuten laut DZT auf eine anhaltende Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten hin.