Sylt und Tegernsee führen Preisranking für deutsche Ferienimmobilien

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Die Angebotspreise für Häuser in deutschen Ferienorten weisen erhebliche regionale Unterschiede auf, wobei die Nordseeinseln die höchsten Werte erzielen. Wie aus einer aktuellen Untersuchung des Immobilienportals Immowelt hervorhebt, die auf den Daten von 68 Ferienorten basiert, steht die Gemeinde Kampen auf Sylt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 24.327 Euro an der Spitze des Rankings.

Der Vorstandsvorsitzende von Immowelt, Theo Mseka, erklärt hierzu, dass Sylt bei den Ferienimmobilien eine eigene Liga bilde und dort die bundesweit höchsten Preise aufgerufen würden. Die teuersten Ferienorte lägen eindeutig an der Nordsee, während in den Alpen vor allem die Gemeinden rund um den Tegernsee gefragt seien, ohne jedoch das Preisniveau der Nordseeinsel zu erreichen. Für besonders exklusive Objekte würden am Markt Preise nahe der Marke von zehn Millionen Euro verlangt.

Spitzenpreise vor allem am Tegernsee

Innerhalb der untersuchten Regionen in den Bergen verzeichnen die Gemeinden rund um den Tegernsee die höchsten durchschnittlichen Hauspreise. Die Gemeinde Rottach-Egern führt diesen Bereich mit einem Quadratmeterpreis von 12.684 Euro an, gefolgt von der Stadt Tegernsee mit 12.530 Euro und Kreuth mit 10.683 Euro pro Quadratmeter. Das Unternehmen führt diese Preisentwicklung auf die Kombination aus Seelage, Alpenpanorama und der geografischen Nähe zur Landeshauptstadt München zurück.

Klassische Bergorte wie Garmisch-Partenkirchen rangieren mit einem durchschnittlichen Preis von 7.416 Euro pro Quadratmeter deutlich dahinter. Am Chiemsee bewegen sich die Werte in Orten wie Breitbrunn bei 6.974 Euro sowie in Gstadt und der Gemeinde Chiemsee bei jeweils 6.631 Euro pro Quadratmeter, während Prien am Chiemsee im Schnitt 6.197 Euro aufweist. Keine der untersuchten Alpengemeinden reicht an die statistischen Höchstwerte der Nordseeinsel Sylt heran.

Einzelobjekte im gehobenen Preissegment

Abseits der ermittelten Durchschnittswerte werden auf dem Portal einzelne Immobilien zu deutlich höheren Preisen inseriert. Im Segment der Häuser am Meer wird in Keitum auf Sylt ein historisches, saniertes Anwesen aus dem Jahr 1776 mit 254,5 Quadratmetern Wohnfläche für 9,95 Millionen Euro angeboten. Ein friesisches Kapitänshaus in Kampen mit 240 Quadratmetern Wohnfläche steht für 9,25 Millionen Euro zum Verkauf, während ein weiteres reetgedecktes Objekt in Keitum mit 310 Quadratmetern Wohnfläche für 8,95 Millionen Euro gelistet ist.

Bei den Wohnungen an der Küste wird ein Penthouse in Westerland für rund 3,25 Millionen Euro angeboten, ein weiteres objekt am selben Ort für 2,75 Millionen Euro. In der Bergregion wird ein denkmalgeschütztes Bauernhaus am Tegernsee mit elf Zimmern und 282 Quadratmetern Wohnfläche für 9,6 Millionen Euro offeriert. Eine Landhausvilla in Rottach-Egern kostet laut Inserat 5,5 Millionen Euro, während eine Wohnung mit direktem Seeblick in derselben Gemeinde für rund sechs Millionen Euro angeboten wird.

Immobilien unter zweitausend Euro

Die Auswertung zeigt zudem, dass abseits der bekannten Zentren deutlich niedrigere Immobilienpreise registriert werden. Im Bereich der Bergregionen sind Häuser in Isny im Allgäu mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 3.555 Euro sowie in Bad Hindelang mit 4.124 Euro am preiswertesten.

An den Küstenabschnitten liegen die Durchschnittswerte teilweise noch niedriger. An der Wurster Nordseeküste beträgt der mittlere Quadratmeterpreis für Häuser 1.440 Euro, und in der Stadt Esens wird dieser mit 1.691 Euro beziffert, womit beide Regionen im Schnitt unter der Grenze von 2.000 Euro pro Quadratmeter bleiben.

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