Tourismusregionen melden überwiegend gute Buchungslage für Herbstferien

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Die Tourismusregionen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern berichten überwiegend von einer guten Buchungslage für die Herbstferien. Das geht aus Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor. An der niedersächsischen Nordseeküste sei die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr stabil, auf Usedom werde die Buchungslage als gut bis sehr gut beschrieben. Im Harz falle die Nachfrage in einigen Orten dagegen verhaltener aus als in den vergangenen Jahren.

Die Herbstferien in Niedersachsen und Bremen beginnen am 12. Oktober. Viele Gäste buchten kurzfristig, berichten die von dpa befragten Touristiker. Freie Unterkünfte gebe es weiterhin in mehreren Regionen.

Nordseeküste meldet stabile Nachfrage und verweist auf freie Unterkünfte

Die Tourismus-Agentur Nordsee (Tano) in Wilhelmshaven bewertet die Buchungslage anhand von Rückmeldungen aus den Küstenorten und von den Inseln sowie eigener Recherchen im Buchungsportal als gut. Die Agentur vermarktet die niedersächsische Nordseeküste zwischen Ems und Elbe.

Hohe Mobilitätskosten seien für Gäste bei der Reiseplanung ein Faktor. Eine konkrete Buchungszurückhaltung, die sich eindeutig auf gestiegene Kraftstoffpreise zurückführen lasse, könne die Tano jedoch nicht feststellen. Ihre Partnerorte beobachteten grundsätzlich eine größere Preissensibilität. Entscheidend sei für viele Gäste das Gesamtbudget einschließlich Unterkunft, Verpflegung und Freizeitangeboten.

Auch kurzfristig seien Unterkünfte verfügbar. Wer bei Reisedauer, Anreisetag und Urlaubsort flexibel sei, habe nach Einschätzung der Agentur gute Chancen, eine passende Unterkunft zu finden.

Lüneburger Heide meldet kurzfristige Buchungen und Übernachtungen auf Vorjahresniveau

Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, beschreibt die Aussichten für die Herbstferien gegenüber dpa als gut. Im Durchschnitt werde allerdings erst sechs Tage vorher gebucht. Ob die Gastgeber ausgebucht seien, lasse sich deshalb erst kurz vorher sagen.

Die Übernachtungszahlen bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres, das von dem Bruch als Rekordjahr bezeichnet. Sorge bereiteten ihm die hohen Energiekosten. Steigende Benzinpreise machten sich zunehmend vor allem im Tagestourismus bemerkbar.

Harzer Tourismusverband meldet regional schwächere Nachfrage und kurzfristige Buchungen

Im Harz sei die Nachfrage über die gesamte Region betrachtet solide, in einzelnen Orten jedoch schwächer als in den vergangenen Jahren, berichtet eine Tourismussprecherin gegenüber dpa. Hinweise aus Freizeiteinrichtungen deuteten darauf hin, dass hohe Fahrtkosten bei Tagesausflüglern eine Rolle spielten. Einen belastbaren negativen Effekt der Kraftstoffpreise sehe der Tourismusverband bislang aber nicht.

Buchungen erfolgten im Harz meist kurzfristig. Dieser Trend habe sich seit der Corona-Pandemie nicht umgekehrt. Kurzentschlossene hätten weiterhin gute Chancen auf freie Unterkünfte.

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mehr Gäste und Übernachtungen im Oktober

Für Mecklenburg-Vorpommern verweist Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, im dpa-Bericht auf die amtliche Statistik. Im Herbstferienzeitraum im Oktober 2025 seien mehr als 700.000 Gästeankünfte und rund 2,8 Millionen Übernachtungen registriert worden. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hätten die Ankünfte im Oktober um rund elf Prozent und die Übernachtungen um rund zehn Prozent zugenommen.

Als Angebote für den Herbst nennt Kranz unter anderem die Kranichrast, das Usedomer Musikfestival und den „Schlösserherbst“.

Auf Usedom sei die Buchungslage in den Herbstferien gut bis sehr gut, erklärt Karina Schulz, Pressesprecherin der Usedom Tourismus GmbH, gegenüber dpa. Dennoch gebe es auf der Insel weiterhin freie Kapazitäten in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen. Zu den Veranstaltungen im Herbst zählten die Familienwochen am Meer, Drachenfestivals, die Wildwochen und das Spukfestival.

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