TUI.com wird zentraler Marktplatz fürs Reisen

| Tourismus Tourismus

Der weltweit größte Touristikkonzern investiert derzeit massiv in den Ausbau der Internetplattform TUI.com, um so einen zentralen Marktplatz fürs Reisen zu schaffen. Zudem setzt Tui in der bevorstehenden Wintersaison den Wachstumskurs bei Hotelmarken und Konzepthotels fort und weitet zugleich das Angebot an Rundreise- und Ausflugserlebnissen aus. Neue Serviceleistungen und „nahtlose Kauferlebnisse“ sollen die Kundenbindung weiter erhöhen, wie das Unternehmen schreibt.

Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer TUI Deutschland, blickt bei der Präsentation der Winterprogramme in Hannover optimistisch auf die kommende Saison: „Ägypten wird wieder zu den wichtigsten Reisezielen gehören. Nachdem bereits im laufenden Sommer die Nachfrage deutlich zugenommen hat, bauen wir unser Ägypten-Angebot für den deutschen Markt im Winter signifikant aus.“ Baumert ist sich sicher: „Auch Nilkreuzfahrten rücken wieder in den Fokus, zumal wir als einziger Veranstalter Nonstop-Flüge von Deutschland nach Luxor anbieten.“ Ebenfalls werden die Kanarischen Inseln weiter ausgebaut. Zwei neue TUI Sensimar Hotels eröffnen zur Wintersaison auf Gran Canaria und La Palma. Auch für Marokko erwartet TUI einen starken Winter und erweitert das Programm.

TUI.com soll zentraler Marktplatz fürs Reisen werden
Bereits heute ist TUI.com die meistbesuchte Veranstalterseite in Deutschland. Künftig sollen Urlauber auf der Webseite das umfassendste Angebot für Rundreisen, Hotels, Ferienwohnungen, Flüge, Mietwagen, Camper und Ausflüge finden. Durch die Integration des Flugportals TUIfly.com werden alle am Markt verfügbaren Flüge über TUI.com buchbar sein. Auch das komplette Mietwagen- und Wohnmobilangebot von TUI Cars und TUI Camper wird in die TUI.com übergehen. Zusätzlich werden alle am Markt relevanten und verfügbaren Mietwagen buchbar gemacht. Das Hotelangebot wird ebenfalls weiter ausgebaut und durch das komplette TUI Ferienhausprogramm mit über 300.0000 Unterkünften ergänzt. Zusätzlich zu über 150.000 Ausflügen und Aktivitäten werden auch alle Rundreisen von TUI Tours und TUI Wolters integriert.

TUI will nahtlose Kauferlebnisse bieten
Deutschland ist ein Omni-Channel-Land, wo Konsumenten gerne kanalübergreifend einkaufen, also mal on- und mal offline. Bei Reisebuchungen liegt der Anteil bei 75 Prozent. Hubert Kluske, TUI Geschäftsführer für Vertrieb, Marketing und CRM ist sich sicher: „Niemand kann seinen Kunden so viele Kontaktpunkte bieten wie die TUI.“ Für das bestmögliche Kauferlebnis setzt er daher auf eine Verzahnung von on- und offline. „Sollten unsere Kunden auf TUI.com feststellen, dass sie doch eine persönliche Beratung benötigen, bekommen sie über den Shopfinder auf TUI.com nicht nur das nächstgelegene Reisebüro anzeigt, sondern können demnächst auch direkt Termine in diesem Reisebüro vereinbaren“, erläutert Kluske.

Eigene Marke für Rundreisen 
Pünktlich zur Wintersaison geht mit TUI Tours erstmals eine eigene Rundreisemarke an den Start. Über 100 Busrundreisen in 33 Ländern stehen derzeit auf dem Programm, das schwerpunktmäßig auf Urlaubserlebnisse und Begegnungen mit Einheimischen setzt. Das Wachstumssegment erfüllt das Bedürfnis, auf Fernreisen Land und Leute intensiv erkunden zu wollen. TUI setzt zum Start in der Ferne auf die Länder Kuba, Mexiko, Thailand, Kenia, Südafrika und Vietnam und in Europa auf Spanien, Portugal, Italien sowie Island, Irland, England und Schottland. Weitere Urlaubsländer folgen, ebenso wie die Ausweitung auf Mietwagen- und Privatrundreisen.

Ausbau der TUI Hotelmarken und -konzepte
TUI baut ihre Hotelmarken und -konzepte weiter aus. So eröffnet pünktlich zur Wintersaison der erste Robinson Club der Kapverden auf der Insel Sal. In Österreich bekommt die Lifestyle-Hotelmarke mit dem TUI Blue Fieberbrunn weiteren Zuwachs. Zudem eröffnen zwei TUI Sensimar Hotels auf den Kanaren, ein weiteres in Marokko. Neu ist auch das RIU Palace Tikida Taghazout in Taghazout, dem beliebtesten Surfspot in Marokko. Auf Gran Canaria erweitert TUI das Familienangebot mit einem neuen Best Family Hotel in Maspalomas.

TUI ist auch größter Wintersport-Veranstalter in Deutschland und baut das Angebot für Skifahrer, Snowboarder und Schneefans weiter aus. Zudem ergänzen drei neue TUI Hotelmarken und -konzepte das Angebot in Österreich: TUI Blue eröffnet in Fieberbrunn das zweite Berghotel der Marke. Ebenfalls neu sind auch das TUI Sensimar My Arbor in Südtirol und der Suneo Club Pillerseetal in St. Ulrich am Pillersee.

Aktuelles Sommergeschäft auf Rekordniveau des Vorjahres
Während das Wintergeschäft langsam startet, laufen die Sommerbuchungen bereits auf Hochtouren. Das überproportionale Wachstum im östlichen Mittelmeer ist der auffälligste Trend in diesem Sommer. Die Türkei ist mit einem Buchungsplus von 40 Prozent auf dem besten Weg zu alten Rekorden. Aber auch Ägypten (+31 Prozent) und Zypern (+19 Prozent) sind weiter auf Wachstumskurs. Aufsteigerziel ist zudem Marokko mit einem Buchungsplus von aktuell 37 Prozent. Bei den Fernreisezielen sind in diesem Sommer insbesondere die USA und Mexiko gefragt. Aber auch Indonesien, die Malediven und Kuba verzeichnen erfreuliche Zuwächse.

Stefan Baumert freut sich: „Cluburlaub hat in diesem Sommer Hochkonjunktur. Unsere neu eröffneten TUI Magic Life Clubs in Italien, Tunesien und der Türkei werden hervorragend angenommen. Generell verzeichnen unsere eigenen Hotelmarken Spitzenwerte bei der Gästezufriedenheit. Hier kann TUI den größten Einfluss auf die Qualität nehmen.“ TUI baut ihr Produktportfolio kontinuierlich aus und erzielt weiterhin Höchstwerte bei der Gästezufriedenheit. Auf einer Skala von 1 bis 10 liegt sie durchschnittlich bei 8,6 Punkten. Spitzenreiter unter den Reisezielen sind die Malediven mit einem Wert von 9,41. Nummer eins auf der Mittelstrecke ist das spanische Festland mit 8,96.

Plastikreduktion: TUI will 250 Millionen Plastikartikel verbannen
Bis zum nächsten Jahr will TUI den Plastikverbrauch in den Hotels, Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen um 250 Millionen Stücke reduzieren. Bis jetzt wurden konzernweit insgesamt bereits 140 Millionen Einzelteile eingespart. In den TUI Hotels wurden Plastik-Trinkhalme eliminiert und durch kompostierbare Strohhalme ersetzt. An Bord der TUI fly kommen Holzstäbchen statt Einweg-Rührstäbe zum Einsatz. Auch TUI Cruises ersetzt Plastikprodukte und Einwegartikel durch nachwachsende und natürliche Rohstoffe.

Nachhaltiges Reisen im Trend
Die Nachfrage nach grünen Reisen steigt auch bei TUI kontinuierlich: 9,2 Millionen TUI Gäste haben in 2018 ihren Urlaub in einem zertifizierten Hotel verbracht. Nachhaltige Ausflüge, die die Umwelt schonen oder in besonderem Maße der lokalen Bevölkerung zugutekommen, kommen besonders gut bei den Gästen an. 2018 wurden diese Angebote 1,2 Millionen Mal gebucht. Auch die gemeinnützige Arbeit der TUI Care Foundation ist erfolgreich und konnte mit Hilfe der TUI Urlauber in 2018 nahezu acht Millionen Euro in gemeinnützige Projekte investieren. Bis 2020 will die Stiftung die Startchancen ins Leben für mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche verbessern, den Tierschutz für mehr als eine Million Tiere fördern und die lokalen Lebensgrundlagen von 10.000 Menschen in Urlaubszielen durch den Tourismus verbessern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Flixbus startet am Donnerstag

Von einem Tag auf den anderen waren die grünen Busse im März stehen geblieben. Nun geht es mit wenigen Fahrzeugen für Flixbus wieder los. Für Fahrgäste wird sich einiges ändern. Sitzplätze sollen jedoch nicht gesperrt werden.

Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle in der Urlaubszeit

Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Gerade die Reisezeit berge das Risiko, dass sich das Virus flächendeckender ausbreite als bislang.

Küstenurlaub in Zeiten von Corona - was erlaubt ist und was nicht

Die Hotspots an Nord- und Ostsee füllen sich nach vielen Wochen coronabedingter Zwangspause wieder mit Urlaubern. Doch auch wenn viele Touristen sich eine Auszeit vom Corona-Alltag nehmen wollen - auch im Urlaub bleibt das Virus präsent.

Türkei rechnet mit Aufhebung der Reisewarnung für deutsche Touristen

Außenminister Maas will die weltweite Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie noch vor den Sommerferien für alle EU-Länder aufheben. Aber was ist mit beliebten Urlaubsländern außerhalb der EU? Der Blick richtet sich dabei vor allem auf ein Land.

Teilverstaatlichung: Altmaier will nur vorübergehende Beteiligung an Lufthansa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat versichert, dass die angepeilte Staatsbeteiligung an der Lufthansa nur vorübergehend sein soll. «Der Staat wird sich so schnell wie möglich wieder zurückziehen, damit die Lufthansa dann alleine zurechtkommt.

Corona-Krise: US-Autovermieter Hertz meldet Insolvenz an

Der Autovermieter Hertz hat in der Corona-Krise in den USA Insolvenz angemeldet. Der Rückgang von Reisen habe zu einem «plötzlichen und dramatischen» Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Estero im US-Bundesstaat Florida mit.

Tui will noch im Juni Touristen nach Mallorca fliegen

Der Reisekonzern Tui will bereits in wenigen Wochen wieder Reisen zu verschiedenen Zielen durchführen - unter anderem nach Mallorca. «Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen», sagte Vorstandschef Fritz Joussen der «Rheinischen Post».

Visit Berlin: Berliner Tourismusbranche kann Verluste nicht ausgleichen

Die Verluste der Berliner Tourismusbranche durch die Corona-Pandemie lassen sich aus Sicht von Marketing-Experten in den kommenden Monaten nicht ausgleichen. Er glaube nicht, dass das möglich sei, sagte Burkhard Kieker, Chef der Berliner Tourismusgesellschaft Visit Berlin.

Fliegen in Corona-Zeiten: Behörde empfiehlt freie Plätze zwischen Passagieren

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten - wann immer möglich - einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden

Wegen Corona: Heilbädern im Südwesten steht das Wasser bis zum Hals

Der Südwesten ist für seine Heilquellen bekannt - doch wegen Corona sind die Bäder geschlossen. Das hat nicht nur für die Thermen und die umliegende Touristik Folgen, sondern auch für Kranke, die im Heilwasser Linderung suchen.