Umfrage: Jeder fünfte Tiroler wünscht sich weniger Touristen

| Tourismus Tourismus

Fast jeder fünfte Tiroler wünscht sich laut einer Umfrage weniger Touristen. Im Vergleich zu 1997 sei der Anteil dieser Gruppe von sieben auf nun 18 Prozent gestiegen, teilte die Landesregierung am Montag mit. Acht Prozent wollten eine Steigerung der Tourismuszahlen, für 74 Prozent sei das aktuelle Niveau in Ordnung, sagte Hubert Siller, Leiter der Sparte Tourismus des Management Centers Innsbruck (MCI).

Laut der Tourismusmarketing-Organisation Tirol Werbung besuchen jedes Jahr rund 12 Millionen Gäste das österreichische Bundesland, ein großer Teil davon kommt aus Deutschland. Bei rund 750 000 Einwohnern gibt es in Tirol rund 340 000 Gästebetten. Tirol ist vor allem für Wander- und Skitourismus bekannt.

«In Tirol geht es uns schon lange nicht mehr um neue Nächtigungsrekorde, sondern vor allem um eine Steigerung der Wertschöpfung. Wir setzen daher auf keinen weiteren Ausbau der Quantität, sondern der Qualität», sagte Landeschef Günther Platter (ÖVP) am Montag. Die Grundeinstellung zum Tourismus sei gut und besser als oft dargestellt, so Platter. Der Großteil der Bevölkerung fühle sich durch die Gäste nicht belästigt, aber viele fühlten sich durch den Verkehr in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.

Nach Wochen im Persischen Golf haben die «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.

In Rottweil wird am kommenden Freitag die neue Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ eröffnet. Die Brücke überspannt das Neckartal auf einer Länge von 606 Metern und gilt damit als längste Hängebrücke ihrer Art in Baden-Württemberg.

Sylt, Usedom, Norderney: Mobiles Arbeiten mit Meerblick ist auch in SH, MV und Niedersachsen möglich. Neben strandnahen Coworking-Plätzen gibt es dafür mancherorts auch spezielle Strandkörbe.

Leere Betten in Wien, Stornowellen in Zürich, wenig Auswirkungen in Spanien und Italien: Warum der Iran-Krieg Asien-Reisende fernhält und welche Folgen das für Hotels und Händler in Europa hat.