Urlaubsorte in Niedersachsen erwarten gut gebuchte Herbstferien

| Tourismus Tourismus

Der anhaltende Aufschwung im Tourismus in Niedersachsen hält nach einer gut gebuchten Sommersaison wohl bis in den Herbst hinein an. Für die anstehenden Herbstferien erwarten die niedersächsischen Touristenorte an der Küste, auf den Inseln, im Harz und in der Lüneburger Heide zahlreiche Gäste. Die Buchungslage in den Urlaubsregionen ist ausgesprochen gut, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Tourismusverbänden ergab. Zwar gibt es noch freie Unterkünfte - wer aber noch kurzfristig verreisen möchte, sollte nicht mehr all zu lange mit Buchungen warten, hieß es.

An der Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln freuen sich Tourismusbetriebe, Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter über die Verlängerung einer nach dem Corona-Lockdown zwar spät begonnenen aber gut gebuchten Sommersaison. Urlaubsorte an der Küste, die zum Tourismusverband Die Nordsee GmbH zählen, verzeichneten durchweg eine positive Buchungslage, teilte Sonja Janßen von der Marketinggesellschaft mit: «Im Zeitraum der niedersächsischen Herbstferien sprechen wir von einer Auslastungsquote von 90 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit den Herbstferien in NRW.»

Die niedersächsischen Herbstferien beginnen mit dem kommenden Wochenende (16./17. Oktober), in Nordrhein-Westfalen, woher traditionell viele Urlauber nach Niedersachsen anreisen, begannen die Ferien bereits an diesem Wochenende. Viele Fähren etwa nach Norderney und Wangerooge waren für dieses Wochenende bereits ausgebucht, wie die Fährgesellschaften vorab mitteilten.

Auf Norderney ist die Nachfrage nach freien Betten bis tief in den November hoch, teilte Wolfgang Lübben vom Staatsbad mit. Viele Gäste hätten Nachholbedarf und suchten auch speziell die eher ruhigere Zeit auf der Insel. «Der Nachfrage stehen vergleichsweise eher wenig Freimeldungen gegenüber, so dass wir empfehlen, nicht erst auf den letzten Drücker die Unterkunft zu suchen», sagte Lübben. Auf Wangerooge werden mit Beginn der Herbstferien in NRW erneut rund 90 Prozent der Unterkünfte ausgebucht sein, wie Rieka Beewen von der Kurverwaltung mitteilte. «Auch über das Ende der Herbstferien hinaus häufen sich die Anfragen für die Monate November und Dezember.»

Zum Indian Summer ist die Lüneburger Heide fast ausgebucht. «Von 1500 Betrieben haben noch 60 bis 70 letzte freie Betten», sagte Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. «Es wird langsam eng. Insgesamt sieht es besser aus als letztes Jahr.» Der Trend zum Wanderurlaub halte an, besonders gefragt seien wegen der sich verfärbenden Wälder im Herbst die Harburger Berge bei Hamburg und der Lüßwald in der Südheide Richtung Celle.

Freie Unterkünfte sind auf der Homepage der Heide GmbH zu finden: «Bis eine halbe Stunde vor Anreise gibt es Tipps», betonte von dem Bruch. Neben den 17 Freizeitparks steht ein Familienwanderprogramm mit Konzepten wie der Märchenwanderung im Fokus.

Auch der Harzer Tourismusverband blickt optimistisch auf den anstehenden Herbst. «Die Buchungszahlen sind gut», sagte eine Sprecherin des Verbandes. Damit meinte sie neben Hotels ausdrücklich auch Gastronomie- und Freizeitangebote. Der positive Trend sei im Harz flächendeckend festzustellen. Konkrete Zahlen lägen noch nicht vor. Aber: «Bereits jetzt vor den Herbstferien in den bevölkerungsreichen Bundesländern sind die Städte gut gefüllt.»

Vorsicht und Skepsis der Urlauber würden nachlassen. «Die Besucher vertrauen unseren Hygiene-Konzepten», so die Harz-Sprecherin. Viele würden nun Reisen und Ausflüge nachholen. Für Kurzentschlossene gebe es noch genügend Unterkünfte. Bei der Art der Unterkunft und dem Zielort sollten Urlauber allerdings flexibel sein. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Die DDR-Marineplattform Ostervilm vor Rügen wurde an ein österreichisches Fertighausunternehmen versteigert. Die neuen Eigentümer planen den Umbau der maroden Ostsee-Station zu einem exklusiven, ökologischen Hotel- und Veranstaltungsort.

Eine Untersuchung von Klarna belegt einen deutlichen Wandel im deutschen Urlaubsverhalten hin zu häufigeren und kürzeren Reisen im Jahr 2026. Dies bringt veränderte Anforderungen an die kontinuierliche Finanzplanung und das persönliche Reisebudget mit sich.

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.

Fünf deutsche Gemeinden von den Alpen bis zur Ostsee bewerben sich bei der Welttourismusorganisation um die Auszeichnung als beste Tourismusdörfer der Welt. Die Orte folgen auf die Vorjahressieger Bad Hindelang und Schiltach.