Vorsicht vor Abzocke mit Reisegenehmigungen

| Tourismus Tourismus

Achtung, Kostenfalle für Urlauber: Unseriöse Anbieter bieten Reisegenehmigungen wie die ETA für Großbritannien oder die ESTA für die USA für ein Vielfaches des offiziellen Preises an - und schlimmstenfalls erhält man dann gar nicht die notwendigen Nachweise. 

Davor warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg und rät, die Dokumente nur über die offiziellen Seiten im Internet zu beantragen.

Tückisch ist demnach, dass bei Suchmaschinen oft kostenpflichtige Seiten privater Anbieter als erste Treffer erscheinen, die den offiziellen Seiten teils zum Verwechseln ähnlich sind. Darum gilt: genau hinschauen. 

Das Portal für die britische ETA ist: https://www.gov.uk/eta/apply. 

Für die amerikanische ESTA: https://esta.cbp.dhs.gov/. 

Für den ETA- und ESTA-Antrag gibt es zudem offizielle staatliche Apps für Smartphones mit Android oder iOS.

Mehr als viermal so viel gezahlt wie nötig

Die ETA für Großbritannien etwa kostet aktuell 20 Pfund pro Person, das sind knapp 24 Euro. Sie ist seit April 2025 für alle Reisenden Pflicht, die kein Visum oder Aufenthaltstitel für das Land haben. Seit der Einführung wird immer wieder vor Abzocke durch private Anbieter gewarnt.

Und es hört nicht auf, wie die Verbraucherschützer an einem aktuellen Fall aus ihrer Beratung deutlich machen: Eine Frau habe für drei ETA statt der eigentlich fälligen rund 70 Euro bei einem Dienstleister rund 310 Euro bezahlt.

Was kann man in so einem Fall noch tun? Umgehend eine Rückerstattung verlangen und sämtliche Unterlagen, E-Mails sowie Screenshots sichern, rät die Verbraucherzentrale. Zudem seine Bank oder seinen Kreditkartenanbieter kontaktieren: «In einigen Fällen sind Rückbuchungen möglich.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.