Wo die Deutschen Urlaub machen und was sie dafür zahlen müssen

| Tourismus Tourismus

Mit den ersten heißen Tagen hierzulande steigt auch die Vorfreude auf den Sommerurlaub. Aber wo geht es hin, ohne das Jahresbudget direkt aufzubrauchen? Welche Urlaubsorte in diesem Jahr im Trend liegen, wo es günstig und wo es teuer wird, zeigt der neue Reise-Check-in: Sommer 2024 von KAYAK.

Bella Italia für Schnäppchenjäger, Mallorca bleibt Spitzenreiter

Die zehn günstigsten Reiseziele Europas lassen sich schon für durchschnittlich unter 200 Euro pro Person hin und zurück mit dem Flieger erreichen. Mailand weist dabei das beste Sonnen-Preis-Verhältnis aus: Mit Flugpreisen von im Schnitt 140 Euro geht es zwar nicht ans Meer, der Lago di Como ist mit dem Mietwagen aber in nur knapp zwei Stunden erreichbar. Mehr Dolce Vita genießen, aber weniger dafür bezahlen heißt es für Reisende nach Verona und Florenz. Hier sind die durchschnittlichen Flugpreise in diesem Jahr um elf Prozent, beziehungsweise um acht Prozent günstiger als im Vorjahr.

Wenn Meeresrauschen im Sommer ein Muss ist, dann ist Girona in Katalonien eine preisfreundliche Wahl. An den rund 200 Kilometern Küste lässt sich der spanische Sommer gut aushalten, und dank des durchschnittlichen Flugpreises von 167 Euro ist auch das ein oder andere Helado in der Urlaubskasse drin. Generell kommen Schnäppchenjäger bei Zielen auf dem spanischen Festland günstiger weg: Neben Girona ist auch Barcelona (im Schnitt 219 Euro) deutlich günstiger als etwa Santa Cruz de la Palma (La Palma, im Schnitt 525 Euro) oder Arrecife (Lanzarote, im Schnitt 472 Euro) auf den kanarischen Inseln. Unangefochtener Spitzenreiter der deutschen Sommerurlaubs-Hitliste ist auch 2024 die Baleareninsel Mallorca, zwar nicht unter den günstigsten Reisezielen, aber mit 236 Euro durchschnittlichen Flugkosten noch im Rahmen.

"Für Urlauber, die den Sommer in Europa verbringen möchten, lohnt es sich, zeitlich flexibel zu sein. Denn sowohl in der Woche vom 10. Juni, als auch der Woche ab dem 2. September 2024 lassen sich derzeit mit durchschnittlich 239 Euro, beziehungsweise 259 Euro besonders günstige Flüge finden. Demgegenüber steht die Woche des 22. Juli, in der das Preisniveau auf KAYAK.de besonders hoch ist", erklärt Jesse Woods von KAYAK.

Bowl oder Burger? Asien und USA im Trend

Urlauber mit etwas mehr Budget könnten diesen Sommer bei Reisen nach Fernost auf ihre Kosten kommen: Flüge nach Shanghai (-27 Prozent) und Peking (-22 Prozent) aber auch nach Hyderabad (Indien, -10 Prozent) sind momentan günstiger als noch im Vorjahr.

Die USA scheinen für 2024 das Trend-Ziel Nr. 1 zu sein: Fünf der zehn Ziele mit größtem Suchanfragezuwachs, sowie drei der weltweit am häufigsten gesuchten Reiseziele auf KAYAK.de liegen in diesem Land. Sunshine State Florida erfreut sich besonders wachsender Beliebtheit, mit Tampa (+68 Prozent Suchanfragen), Jacksonville (+52 Prozent Suchanfragen) und Fort Myers (+49 Prozent Suchanfragen). Aber auch Philadelphia in Pennsylvania und Houston in Texas konnten ein Plus an Suchanfragen von 57 Prozent, beziehungsweise 47 Prozent verbuchen. Der Big Apple, New York, sicherte sich den dritten Platz der weltweit am häufigsten gesuchten Reiseziele auf KAYAK.de, mit Flugkosten von 671 Euro im Durchschnitt, Los Angeles liegt auf Platz 9 (825 Euro im Schnitt) und Las Vegas komplettiert die Top Ten (699 Euro im Durchschnitt).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.

Der Urlaubsmarkt im Nordosten erholt sich. 2025 gab es mehr Übernachtungsgäste, aber seltener aus dem Ausland. Trotz guter Besucherzahlen brauche es frische Ideen, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel.

Nach dem Kriegsausbruch im Iran sitzen zehntausende deutsche Urlauber im Nahen Osten fest. Während die Bundesregierung Evakuierungen für vulnerable Gruppen vorbereitet und Reisekonzerne wie Tui erste Rückflüge planen, warnen Behörden vor logistischen Engpässen und betrügerischen Umbuchungs-Hotlines.

Die Deutschen buchen ihren Sommerurlaub 2026 so früh wie nie zuvor. Während die Türkei und das Mittelmeer boomen und die Pauschalreise als Sicherheitsgarant gefragt ist, müssen die USA deutliche Einbußen hinnehmen. Der DRV präsentiert zum Start der ITB Berlin die aktuellen Marktdaten.

Die ITB Berlin 2026 startet heute mit rund 6.000 Ausstellern aus über 160 Ländern. Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachmesse stehen neben dem Gastland Angola die technologische Transformation durch Künstliche Intelligenz, strategische Wachstumsfelder wie Medical- und LGBTQ+-Tourism sowie ein international besetzter Fachkongress zur Zukunft der Branche.

Während der deutsche Reisemarkt insgesamt stagniert, boomt das Geschäft mit Fernreisen nach Asien. Neue Daten von YouGov und Sinus belegen ein Wachstum von zwölf Prozent für die Fernstrecke Ost und zeigen, welche Milieus den Trend antreiben.

Die deutsche Reisewirtschaft erreicht 2025 ein neues Rekordniveau: Fast 88 Milliarden Euro gaben die Bundesbürger für ihren Urlaub aus. Der Trend geht klar zur organisierten Veranstalterreise, während im Zielgebiet die Preissensibilität steigt. Besonders Kreuzfahrten bleiben ein massiver Wachstumstreiber der Branche.