Aktionskünstlerin baut Strandbar auf Spiekeroog für "Endzeit-Gespräche"

| War noch was…? War noch was…?

Mit einer temporären Bar am Badestrand der Insel Spiekeroog will die Künstlerin Constanze Klar einen Ort für Gespräche und Reflexionen in einer Zeit voller gesellschaftlicher Umbrüche schaffen.

«Viele Menschen sprechen auch nicht mehr miteinander», sagt die Künstlerin der Deutschen Presse-Agentur. «Seit Corona ist es sehr schwierig, andere Meinungen auszuhalten.» Die Kneipe sei dagegen der gesellschaftliche Ort, an dem Leuten ins Gespräch kämen, die sich sonst nie treffen würden.

Die Künstlerin aus Berlin ist die diesjährige Gewinnerin der Spiekerooger Zeltplatzresidenz. Das ist ein Stipendium, das die Insel jährlich für Kunstprojekte vergibt, die sich mit sozialen oder ökologischen Belangen auseinandersetzen. Während des Stipendiums leben die Künstler in einem Zelt in den Dünen, auf dem Zeltplatz rund drei Kilometer vom Inseldorf entfernt. Die Zeltplatzresidenz endet am 4. Juli.

In ihrer Mini-Kneipe aus zusammengezimmerten Schrankwänden möchte Klar mit Urlaubern und Insulanern auch über die gesellschaftliche Lage reden - an dem aus ihrer Sicht «Ende der Welt» am Strand der ostfriesischen Insel. «The end of the f. world» lautet der Titel ihres Kunstprojekts.
 

Kneipen-Projekt ist Teil von Kunststipendium

«Die politische Situation in Deutschland ist, finde ich, extremst besorgniserregend, also Endzeitstimmung», sagt Klar und verweist etwa auf die Sorge viele Menschen vor einem Rechtsruck, nachdem die Union Anfang des Jahres gemeinsam mit Stimmen der AfD einen Antrag zur Migrationspolitik im Bundestag durchgebracht hatte. Auch die gesellschaftliche Spaltung beschäftige sie, da Menschen ausgegrenzt und abgewertet würden. 

Ihre Kneipengespräche zeichnet Klar nach dem Einverständnis ihrer Gäste auf. Daraus will sie eine Animation mit Knetfiguren entwickeln, die Anfang Juli auf der Insel gezeigt werden soll. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 55-Jährigen wegen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Der Mann soll mehr als ein Jahr in einem Berliner Hotel gewohnt und Kosten von über 100.000 Euro nicht bezahlt haben.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof hat die Feuerwehr rund 50 Menschen evakuiert. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt.

Eine originale Cadbury-Schokoladentafel aus dem Jahr 1900 wird in England versteigert. Die Schokolade war Teil einer Aktion von Königin Victoria für britische Soldaten im Zweiten Burenkrieg.

Ein 35-jähriger Mann ist in Wales zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er mit einer gestohlenen Planierraupe in einen besetzten Pub gefahren war. Der Angeklagte hatte sich zuvor über Äußerungen zur Trennung von seiner Ehefrau geärgert.