Aus Pastor wird Wirt: Theologe eröffnet Jazz-Kneipe in Hessen

| War noch was…? War noch was…?

Früher predigte er von der Kanzel aus - heute hört er den Menschen vom Zapfhahn aus zu: Simon Birr war zwölf Jahre lang Jugendpastor in einer evangelischen Freikirche, bevor er sich nach einer Veränderung sehnte. So erfüllte er sich einen langgehegten Traum und eröffnete eine Jazz-Kneipe in seinem Dorf Ewersbach.

Seine Kneipe „Bepop“ liegt gerade mal 700 Meter von seinem alten Einsatzort, der evangelischen Freikirche, entfernt. Doch auch wenn er dem Gotteshaus den Rücken gekehrt hat, steht der gebürtige Hamburger weiterhin zu seinem Glauben. Wie hessenschau berichtet, will Simon Birr in Zukunft für seelsorgerische Gespräche zur Verfügung stehen.

Außerdem ist das „Bepop“ weit mehr als eine klassische Dorfkneipe, es soll ein Begegnungsort und eine Anlaufstelle für die Menschen im Ort sein, insbesondere für diejenigen, die er in seiner Zeit als Pastor kennengelernt hat. Viele Jugendliche kommen schon jetzt in seine Bar, um dort ihre Hausaufgaben zu machen oder um sich mit dem ehemaligen Pastor zu unterhalten. Für Bürgermeister Andreas Thomas (parteilos) ein echter Gewinn. „Es ist gut, dass Simon weiterhin als Seelsorger für die jungen Leute da ist“.

Simon Birr selbst sagt, dass er der einzige Pastor in Hessen sei, der eine eigene Kneipe habe. Für ihn ist das Pastorsein mehr als nur ein Beruf, es ist seine Berufung. Er ist überzeugt, dass der Glaube mitten ins Leben gehört, sowohl ins Dorf als auch ins Internet. Deswegen betreibt er neben der Kneipe einen eigenen Blog zu theologischen Themen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Christina Block kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz im Hotel gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.

In Großbritannien sind Medienberichten zufolge in den vergangenen Jahren mehrere Pubs mit dem Namen „Duke of York“ geschlossen, verkauft oder umbenannt worden. Darüber berichten unter anderem die Boulevardzeitungen „Daily Express“, „Daily Star“ sowie die deutsche „Bild“.

Nach dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München vor einer Woche prüfen die Ermittler ein mögliches Bekennervideo einer neuen proiranischen Gruppierung. Es war auf Social-Media-Kanälen verbreitet worden.

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Münchner Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.

Wenn der berufliche Abschied langsam naht, wird sogar ein Staatsoberhaupt leicht melancholisch. So erging es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim 73. Bundespresseball im Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin.

Christina Block bestreitet, die Entführung ihrer Kinder beauftragt zu haben. Doch die Staatsanwaltschaft legt nun Überwachungsaufnahmen aus dem Hotel «Grand Elysée» vor, wo ein Treffen stattgefunden haben soll.

Giftiges Gas im Hotel, verzögerte Hilfe und fehlende Genehmigungen - sechs Angeklagte stehen nach dem Tod einer Hamburger Familie in Istanbul vor Gericht. Was über die Hintergründe bekannt ist.