Bericht: "Reichsbürger"-Hotel im Harz?

| War noch was…? War noch was…?

Der Verfassungsschutz warnt vor sogenannten "Reichsbürgern" und ihren möglichen Immobilienkäufen. In Bad Lauterberg im Harz könnte es ihnen laut NDR möglicherweise gelungen sein, unbemerkt ein Hotel zu kaufen.

Das Hotel am Wiesenbeker Teich war einst ein renommiertes Gebäude in der Stadt, ist aber heute verfallen. Die neue Eigentümerin des Hotels, die früher bei Hannover lebte, hat nun ihren Wohnsitz in der Lutherstadt Wittenberg. Dieser Ort in Sachsen-Anhalt gilt als Hochburg einer kuriosen "Reichsbürger"-Bewegung um einen selbsternannten König, der angeblich Tausende Anhänger hat. Und die neue Hoteleigentümerin könnte laut Bericht ebenfalls dazugehören.

Im Jahr 2014 gründete die heute 64-jährige demnach den Verein FairTeilen e.V., der derzeit von Verfassungsschutzbehörden mehrerer Bundesländer als problematisch eingestuft wird. Es wird angenommen, dass der Verein als Tarnorganisation für das sogenannte "Königreich Deutschland" agiert und versucht, Immobilien zu erwerben oder anzumieten.

Das "Königreich" selbst betrachtet sich als autonomes Gemeinwohlprojekt mit dem Ziel, eine autokratisch organisierte Staatsform zu etablieren, in der die Gruppe sich selbst versorgen und nach eigenen Regeln leben kann. Der Verfassungsschutz stuft diese Organisation als extremistisch ein, da sie die Bundesrepublik Deutschland ablehnt.

Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt warnt davor, dass die Organisation gezielt nach Grundstücken mit eigener Wasserversorgung sucht und dabei ihre wahren Absichten verschleiert. Laut Behörde seien insbesondere Immobilien beliebt, die über eine eigene Wasserquelle verfügen und ausreichend Platz bieten, um bis zu 300 Personen beherbergen zu können.

Das Hotelgrundstück erfüllt einige dieser Kriterien. Die Bewohner von Bad Lauterberg sind bereits besorgt über den möglichen Imageschaden für den Kurort. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In der Rostocker Yachthafenresidenz Hohe Düne kam es am Sonntag zu einem Brand einer Außensauna. Während keine Personen verletzt wurden, entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache.

Es geht um versuchten Mord, versuchten Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz: Vier Verdächtige sind in U-Haft, einer ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen führen nach Bayern und Niedersachsen.

Stoff, der verbindet – mit einem Hauch Nostalgie: Die Weihe einer DEHOGA-Fahne Bayern soll Zusammenhalt zeigen, wirkt aber ein klein wenig wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. Kommentar von Marc Schnerr.

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?

Ein Hotelgast hat beim Duschen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wegen der ausgiebigen und heißen Dusche rückten fünf Feuerwehrfahrzeuge und 28 Einsatzkräften an.