Block-Prozess: Mitarbeiterin von Eugen Block soll aussagen

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Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll Freitag (9.30 Uhr) eine enge Mitarbeiterin von Eugen Block aussagen. Der Gründer der Steakhaus-Kette «Block House» ist der Vater von Christina Block, die laut Anklage die Entführung ihrer beiden Kinder vom Wohnort ihres geschiedenen Mannes in Dänemark in Auftrag gegeben haben soll. Auch gegen Eugen Block (85) hatte die Staatsanwaltschaft ermittelt, das Verfahren wurde aber eingestellt.

Außer der leitenden Angestellten soll nach Angaben einer Gerichtssprecherin auch der Mitarbeiter einer Bankfiliale aussagen, bei der die 2023 verstorbene Ehefrau von Eugen Block ihr Konto hatte. Ferner will die Strafkammer am Landgericht eine Kriminalbeamtin befragen, die an den ersten Ermittlungen nach der Entführung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt war. Die Zeugen waren bereits für den 15. Januar geladen, doch der Verhandlungstermin war wegen der Erkrankung eines Prozessbeteiligten ausgefallen.

Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen sollen von einer israelischen Sicherheitsfirma gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden sein. Von dort holte Christina Block sie nach eigenen Angaben nach Hamburg. Am 5. Januar 2024 entschied das Hanseatische Oberlandesgericht, dass die beiden Kinder zu ihrem Vater nach Dänemark zurückkehren müssen.

Christina Blocks Ex-Mann Stephan Hensel hatte sie nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht nach Hamburg zurückgebracht und damit nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Kindesentziehung begangen. Über die Zulassung einer Anklage gegen ihn wurde noch nicht entschieden. (dpa)


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