Brückentage 2023: Die meisten freien Tage für jedes Bundesland

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Laut Bundesurlaubsgesetz besteht für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer Fünf-Tagewoche in Deutschland ein Mindesturlaubsanspruch von 20 Tagen pro Jahr. In der Praxis sind aber mehr Urlaubstage in den Betrieben üblich. Das Statistische Bundesamt ermittelte einen bundesweiten Urlaubsdurchschnitt der Beschäftigten von 28 Tagen. Hier zeigt tripz, wie das gesamte Land aus 28 Tagen gleich 60 freie Tage mit Brückentagsplanung herausholen kann: 

Ostern: 

  • Feiertage: Karfreitag am 07. April und Ostermontag am 10. April
  • Urlaub einreichen: 03. April bis 14. April = 8 Urlaubstage für 16 Tage am Stück frei

Tag der Arbeit:

  • Feiertag: Der Tag der Arbeit am 01. Mai (Montag)
  • Urlaub einreichen: 02. Mai bis 05. Mai = 4 Urlaubstage für 9 Tage am Stück frei

Christi Himmelfahrt und Pfingsten:

  • Feiertag: Christi Himmelfahrt am 18. Mai (Donnerstag) und Pfingstmontag am 29. Mai 
  • Urlaub einreichen: 15. Mai bis 26. Mai = 9 Urlaubstage für 17 Tage am Stück frei

Tag der Deutschen Einheit:

  • Feiertag: Tag der Deutschen Einheit am 03. Oktober (Dienstag) 
  • Urlaub einreichen: 02. Oktober bis 06. Oktober = 4 Urlaubstag für 9 Tage am Stück frei

Weihnachten und Silvester: 

  • Feiertage: 1. Weihnachtstag am 25. Dezember (Montag) und 2. Weihnachtstag am 26. Dezember (Dienstag) (die beiden halben Feiertage 24. Dezember (Weihnachten) und der 31. Dezember (Silvester) fallen auf einen Sonntag)
  • Urlaub einreichen: 27. Dezember bis 29. Dezember = 3 Urlaubstage für 9 Tage am Stück frei (zählt man Neujahr (01. Januar 2024) dazu, hat man sogar 10 freie Tage)

Welche Tage gesetzliche Feiertage sind, wird nach den Feiertagsgesetzen der einzelnen Bundesländer bestimmt. Das Bundesland mit den meisten Feiertagen ist Bayern mit insgesamt 13 – neben den neun bundesweiten Feiertagen wird hier noch an Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt (teilweise) und Allerheiligen nicht gearbeitet.

Januar 2023: 4 Urlaubstage = 9 freie Tage für Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt

Neujahr fällt in 2023 auf einen Sonntag, somit ist hier kein freier Tag extra drin. Wer aber noch etwas Erholung vom ganzen Feiertagsstress nötig hat und in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen-Anhalt wohnt, kann den Feiertag Heilige Drei Könige am 06. Januar für einen verlängerten Weihnachtsurlaub nutzen. Wer vom 02. bis 05. Januar vier Urlaubstage einsetzt, kann mit neun freien Tagen extra 2023 begrüßen.

März 2023: 4 Urlaubstage = 9 freie Tage für Berlin

Seit 2019 ist der Internationale Frauentag am 08. März in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Es ist das einzige Bundesland, dass den Ehrentag des weiblichen Geschlechts Tag so zelebriert. Hintergrund: Die Hauptstadt war zuvor das Bundesland mit den wenigsten gesetzlichen Feiertagen. Da das Festlegen von Feiertagen Ländersache ist, wollte man so für einen gerechten Ausgleich sorgen. Dieses Jahr fällt der 08. März genau in die Mitte der Arbeitswoche, auf einen Mittwoch. 

April 2023: 8 Urlaubstage = 16 freie Tage für alle

Die ersten nutzbaren Feiertage für die gesamte Bundesrepublik sind Karfreitag am 07. April und Ostermontag am 10. April. Wem das verlängerte Wochenende nicht reicht, kann sich eine Extraportion Urlaubsfreude schenken: Wer vom 03. bis 14. April acht Urlaubstage einsetzt, verdoppelt seine freie Zeit und erhält 16 Tage zum Entspannen. Wer mit seinen Urlaubstagen gerne noch etwas sparsamer umgehen möchte, reicht vom 03. bis 06. April vier Urlaubstage ein und erhält zehn Tage Freizeit.

Mai 2023: 13 Urlaubstage = 26 Tage frei für alle

Auch der Tag der Arbeit am 01. Mai ist im ganzen Land ein gesetzlicher Feiertag. Dieser fällt in 2023 auf einen Montag – perfekt also, um sich auf ein verlängertes Wochenende zu freuen. Wer gleich ein bisschen mehr rausschlagen möchte, nimmt sich vom 02. bis 05. Mai frei und kann somit neun Tage den Wonnemonat genießen. Besonders reizvoll: Ein Städtetrip in nahegelegene europäische Metropolen wie Prag, Salzburg oder Krakau. 

Ebenso in den Mai fallen Christi Himmelfahrt an einem Donnerstag (18. Mai) und Pfingsten mit dem freien Pfingstmontag (29. Mai). Mit diesen beiden Feiertagen kann man mit sechs Urlaubstagen gleich doppelt so viel, also zwölf Tage, frei machen. Oder: Man nimmt vom 15. bis 26. Mai frei (neun Urlaubstage) und hat gleich 17 Tage frei. 

Für wen der Mai der Urlaubsmonat schlechthin ist, kann mit den Brückentagen rund um den Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag insgesamt, also aus 13 Urlaubstagen, ganze 26 freie Tage rausschlagen. 

Juni 2023: 4 Urlaubstage = 9 freie Tage für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie teilweise in Sachsen und Thüringen

Fronleichnam ist eines der wichtigsten Feste der katholischen Kirche. Es soll an das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern erinnern, bei dem er seinen lebendigen Leib in Form von Brot und Wein an seine Anhänger übergab. So gibt es für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Ortschaften in Sachsen und Thüringen mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung dieses Jahr am 08. Juni, ein Donnerstag, einen weiteren freien Tag. Für ein verlängertes Wochenende lohnt sich bereits ein Urlaubstag für vier freie Tage. Wer den Juni vor der großen Sommerferienwelle für einen längeren Urlaub nutzen möchte, nimmt vier freie Arbeitstage und geht bis zu neun Tage auf Reisen. 

August 2023: 4 Urlaubstage = 9 freie Tage für das Saarland und Teile Bayerns

Mariä Himmelfahrt am 15. August ist einer der am wenigsten verbreiteten Feiertage in der Bundesrepublik. Im Saarland wird das Kirchenfest, das Marias Aufnahme in den Himmel durch Christus würdigt, landesweit begangen. In Bayern ist der Anteil der Katholiken ausschlaggebend dafür, ob in einer Gegend an diesem Tag gearbeitet werden muss oder nicht. In 2023 fällt Mariä Himmelfahrt auf einen Dienstag. So ist ein verlängertes Wochenende mit vier freien Tagen und nur einem eingereichten Urlaubstag drin. 

September 2023: 4 Urlaubstage = 9 freie Tage für Thüringen

Der Weltkindertag am 20. September wurde 1989 von den Vereinten Nationen ausgerufen und ist hierzulande seit 2019 ausschließlich in Thüringen ein gesetzlicher Feiertag. Die damalige Regierung fasste den Entschluss, um das Bundesland familienfreundlicher zu machen und Kinder als Zukunft der Gesellschaft zu würdigen. Den extra freien Tag sollen Eltern nutzen, um mehr Zeit mit ihren Schützlingen zu verbringen. Jedoch hat auch jeder weitere Arbeitnehmer Thüringens an diesem Tag frei. 

Oktober 2023: 4 Urlaubstage = 9 Tage frei für alle und ein extra langes Wochenende für die nord- und ostdeutschen Bundesländer

Am 03. Oktober ist Tag der Deutschen Einheit, der in 2023 auf einen Dienstag fällt. Wer den Montag (02. Oktober) als Brückentag freinimmt, kann sich über ein verlängertes Wochenende freuen. Für einen Herbsturlaub können vier Urlaubstage für neun freie Tage eingereicht werden.

Über einen weiteren Feiertag im Oktober können sich die weiter nördlich und östlich gelegenen Bundesländer Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen freuen: Hier ist der Reformationstag, im Gedenken an die Kirchenreformation durch Martin Luther am 31. Oktober, ein gesetzlicher Feiertag. 

November 2023: 2 Urlaubstage = 5 freie Tage für süd- und westdeutsche Bundesländer sowie 2 Urlaubstage = 5 freie Tage für Sachsen

Allerheiligen am 01. November ist ein katholischer Feiertag, der lediglich in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland gefeiert wird. Dieser fällt in 2023 auf einen Mittwoch. So nutzt man den arbeitsfreien Tag entweder für ein verlängertes Wochenende und setzt dafür zwei Urlaubstage für fünf freie Tage ein. Der letzte nicht landesweite Feiertag in diesem Jahr ist der Buß- und Bettag am 22. November. Dieser bedeutet ausschließlich in Sachsen eine arbeitsfreie Zeit. 

Dezember 2023: 3 Urlaubstage = 9 bzw. 10 Tage frei für alle

Im Dezember steuert das ganze Land auf die Weihnachtsfeiertage zu. Damit man zwischen Weihnachten und Silvester das alte Jahr ruhig ausklingen lassen kann, braucht man nur drei Urlaubstage für neun freie Tage einzuplanen. Wenn man Neujahr am 01. Januar 2024 dazu zählt, sind es sogar zehn freie Tage. Der 24. sowie der 31. Dezember fallen auf einen Sonntag, hier müssen also keine halben Urlaubstage eingereicht werden. Die beiden Feiertage 1. und 2. Weihnachtstag fallen in 2023 auf Montag und Dienstag. So muss nur Mittwoch (27. Dezember), Donnerstag (28. Dezember) und Freitag (29. Dezember) Urlaub eingereicht werden.


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