Carabinieri identifizieren Kolosseum-Kratzer

| War noch was…? War noch was…?

Die italienischen Carabinieri haben den Touristen identifiziert, der eine Wand im berühmten Kolosseum in Rom zerkratzt haben soll. Der junge Mann soll mit einem Schlüssel seinen Namen und den seiner Freundin in das Mauerwerk im Innern des bei Touristen beliebten Amphitheaters im Herzen der italienischen Hauptstadt geritzt haben (Tageskarte berichtete). Der Mann komme aus England, teilten die Carabinieri am späten Donnerstagnachmittag mit.

Der junge Mann wurde von einem anderen Besucher des Kolosseums auf frischer Tat ertappt. Dieser filmte ihn - in den sozialen Medien ging das Video Anfang der Woche viral. Der Fall löste in Italien große Empörung aus. Nachdem die Parkverwaltung des Kolosseums Anzeige erstattet hatte, habe der Tourist aus England anhand von Foto- und Videoabgleichen identifiziert werden können, hieß es von den Carabinieri.

Italiens Kulturminister, Gennaro Sangiuliano, der die Kritzelei zuvor verurteilte, dankte den Carabinieri. «Es war eine Tat, die all jene in der Welt beleidigt hat, die den Wert der Archäologie, der Denkmäler und der Geschichte zu schätzen wissen», sagte er laut einer Mitteilung.

Dem Mann könnte nun eine hohe Strafe drohen: Vor einigen Jahren musste bereits ein russischer Tourist, der eine Wand im Kolosseum zerkratzt hatte, eine Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro zahlen.

Das rund 2000 Jahre alte römische Wahrzeichen gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien und gilt als das Symbol der Ewigen Stadt. Es wurde im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und gilt als das größte Amphitheater der Welt. In ihm fanden im antiken Rom teils grausame und brutale Gladiatorenkämpfe statt. Das Kolosseum zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 55-Jährigen wegen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Der Mann soll mehr als ein Jahr in einem Berliner Hotel gewohnt und Kosten von über 100.000 Euro nicht bezahlt haben.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.