Detektiv Wilsberg als Hotelier: ZDF-Krimi «Ungebetene Gäste»

| War noch was…? War noch was…?

Aus einem gemütlichen Essen im Wasserschloss wird nichts. Ein ehemaliger Häftling (gespielt von Michael Pink) taucht auf und will eine Juristin (Patricia Meeden) töten. Sie brachte ihn damals noch als Staatsanwältin in Bielefeld hinter Gitter.

Während die Frau sich in dem Hotel im Wäscheraum versteckt, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel: Dabei schlüpfen Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und sein Kumpel Ekki (Oliver Korittke) in der Folge «Ungebetene Gäste» der ZDF-Wilsberg-Krimireihe (Samstag, 20.15 Uhr) in die Rollen der Hotelführung, während der Ex-Häftling den unschuldigen Reisenden mimt.

Ausgerechnet ein alter Bekannter aus Bielefeld will die Frau vor den Vergeltungsplänen warnen. Wilsberg reagiert schnell und ernennt Kommissar Harald Drechshage (Stefan Haschke) bei dessen Ankunft in dem Schloss spontan zum Pagen. Grummelnd und überrumpelt fügt er sich seinem Schicksal und schleppt die Taschen der Hotelgäste in ihre Zimmer.

Polizist Overbeck (Roland Jankowsky) komplettiert das Schauspiel und wird in der Rolle des Sternekochs in die Küche verfrachtet. Dass er überhaupt nicht kochen kann, gibt der eitle Polizist nicht zu, sondern fragt bei seiner Chefin (Rita Russek) am Telefon nach Kochtipps. Die Kommissarin ist gewohnt schmallippig und möchte von Overbeck an ihrem Wochenende nichts wissen.

Wie der vorletzte Krimi der Wilsberg-Reihe - «Einer von uns» - spielt der neue Münster-Krimi in derselben altehrwürdigen Hotelkulisse mit dunklen Kellerräumen, edlen Zimmern und finsteren Ecken. Der Plot erinnert zwar auch etwas an die vorletzte Folge, aber das Konzept aus Versteckspiel, humorvollen und teils bissigen Dialogen - besonders zwischen Overbeck und seinem Bielefelder Konkurrenten - geht auf.

Besonders spannend ist die Rolle einer weiteren Bielefelderin: Drechshages Partnerin Nguyen Thuong Nhi (Mai Doung Kieu) erscheint als Freundin von einem Gangster-Kumpel des Ex-Häftlings im Hotel. Hat die Frau, die in jeder freien Minute Kampfsport zu machen scheint, die Seiten gewechselt? (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Freunde Nic Iburg und Hendrik Pietschmann haben auf Borkum ein Hotel in Eigenregie saniert und dabei konsequent auf die Hilfe ihrer Social-Media-Community gesetzt. Trotz logistischer Hürden und fehlender Ausbildung gelang die Eröffnung zum 1. Mai, unterstützt durch das Fachwissen ihrer digitalen Follower.

Mehrere Monate nach dem Brand in einem Lokal im Spreewald nehmen die Ermittler einen Tatverdächtigen fest. Bei Durchsuchungen machen sie ungewöhnliche Funde.

In Erfurt werden einem Medienbericht zufolge mehrere italienische Restaurants durchsucht. Ermittler schweigen zu den Hintergründen. Welche Rolle spielt die Mafia-Vermutung?

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder geht es auch immer wieder um die lange Vorgeschichte der Tat. Gab es schon 2022 einen Entführungsversuch? Dazu sagte nun ein Privatdetektiv aus.

Der FC Bayern München verbleibt vor dem Heimspiel gegen Paris Saint-Germain in seinem Stammhotel in Unterschleißheim. Der französische Meister weicht nach Medienberichten auf eine Unterkunft am Schwabinger Tor aus.

Blumen für Christina Block, dann beginnt wieder der Prozessalltag. Wie bewerten Verteidiger und Nebenklage die Aussage eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Kinder?

Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Block-Kinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block.

Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.

Für unzählige Frauen in Ägypten sind Reisen allein völlig normal. Als eine Journalistin trotzdem kein Hotelzimmer allein buchen kann, zieht sie vor Gericht - und hat schließlich Erfolg.

Vom Handwerker-Ausweichquartier zu einem der berühmtesten Vergnügungsviertel der Welt: Die Hamburger Reeperbahn hat in 400 Jahren einiges an Wandel erlebt. Grund genug, sich dafür zu feiern.