Einbruch in italienisches Weingut: 3.000 Flaschen Barolo weg

| War noch was…? War noch was…?

Aus einem Weingut im Piemont sind mehr als 3.000 Flaschen Barolo gestohlen worden - einer der bekanntesten, meist gelobten und teuersten italienischen Weine. Ein Kommando von vier vermummten Männern drang nachts in die Lagerhallen der Weinkellerei Conterno e Fantino in der Winzergemeinde Monforte d'Alba ein, wie italienische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. In den nächsten Stunden brachten sie Wein der Jahrgänge 2021 und 2022 in ihren Besitz. 

Nach italienischen Medienberichten beläuft sich der Gesamtwert auf mehrere Hunderttausend Euro. Die Suche nach den Tätern brachte bislang keinen Erfolg.

Nach Informationen der Lokalzeitung «Gazzetta dell'Alba» kam das Kommando in der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche zu Fuß über die Weinberge und stieg über ein ungesichertes Fenster in das Weingut ein. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie ein schwarz gekleideter Mann mit Sturmhaube und Handschuhen um 23.58 Uhr im Lager auftaucht, fachmännisch einen Gabelstapler startet und dann damit herumfährt. Auch die anderen Täter sollen sich nach Zeitungsberichten sehr professionell bewegt haben. 

Weingut-Besitzer bitten um Mithilfe

Die Flaschen wurden dann auf zwei Lieferwagen des Weinguts verladen und damit abtransportiert. Sicherheitshalber starteten die Diebe den Motor erst in einiger Entfernung. Die gesamte Aktion dauerte etwa drei Stunden. 

Die Besitzer des Weinguts wurden von der Zeitung mit den Worten zitiert: «Es war mitten in der Nacht. Wir haben nicht bemerkt, was vor sich ging.» Gegen einen offensichtlich so sorgfältig geplanten und bis ins Detail vorbereiteten Einbruch habe man nichts unternehmen können. Zugleich baten sie um Mithilfe: «Wenn jemand ungewöhnliche Angebote erhält, soll er sofort die Carabinieri anrufen.» 

Auch Magnum- und Doppel-Magnum-Flaschen gestohlen

Die Polizei sucht nun insbesondere nach den beiden gestohlenen Lieferwagen, weil die Täter dort möglicherweise Spuren hinterließen. Zudem erhoffen sich die Ermittler Aufschluss von den Bildern der Überwachungskameras. Unter den gestohlenen Flaschen sind auch mehrere ungewöhnlich große Flaschen der Größen Magnum (1,5 Liter) beziehungsweise Jeroboam (3 Liter, auch Doppel-Magnum genannt). 

Der Barolo ist ein berühmter trockener Rotwein aus dem Piemont - einer Region im Norden Italiens - mit jahrhundertealter Tradition. Manche nennen ihn auch den «König der Weine» Italiens beziehungsweise den «Wein der Könige». Das Weingut Conterno e Fantino, gegründet von den Winzern Claudio Conterno und Guido Fantino, gibt es seit 1982. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.

In Deutschland kommen sie selten auf den Teller, in Frankreich gelten sie als Leckerbissen. Doch die Hitze hat auch den Schnecken zu schaffen gemacht. Drohen Engpässe beim Festtagsgericht?

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand. Unklar ist noch die Ursache.

Darf das Tagebuch der Angeklagten Christina Block verwertet werden? Über diese Frage wird im Landgericht Hamburg gestritten. Die Argumente der verschiedenen Parteien.