Ermittlungen eingestellt nach Tod durch Kohlenmonoxid in Usedomer Hotel

| War noch was…? War noch was…?

Nach einem tödlichen Vorfall in einem Hotel in Heringsdorf auf der Insel Usedom hat die Staatsanwaltschaft Stralsund die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Körperverletzung eingestellt. Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, konnte den Beschuldigten kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nachgewiesen werden. Das Verfahren richtete sich ursprünglich gegen Verantwortliche des Hotelbetriebs sowie gegen Mitarbeiter einer Wartungsfirma, die für die technischen Anlagen im Gebäude zuständig waren.

Technischer Defekt an der Heizungsanlage als Ursache

Der tragische Vorfall ereignete sich im Februar 2024, als in einem Hotel Kohlenmonoxid austrat. Ein 56-jähriger Gast aus Bayern kam dabei ums Leben, während seine Begleiterin sowie weitere Personen teils schwere Vergiftungen erlitten (Tageskarte berichtete). Die Untersuchungen der Experten ergaben laut Angaben der Ermittlungsbehörde, dass ein technischer Defekt an der Abgasanlage eines Blockheizkraftwerks im Keller des Gebäudes ursächlich für das Unglück war. Ein Verbindungsstück an einem Abgasrohr hatte sich gelöst, wodurch das geruchlose und hochgiftige Gas unbemerkt in die Räumlichkeiten strömen konnte.

Keine Belege für schuldhafte Pflichtverletzungen

Im Fokus der staatsanwaltschaftlichen Prüfung stand die Frage, ob Wartungsmängel oder menschliches Versagen zu dem Defekt geführt haben. Die Auswertung der Wartungsprotokolle und die Gutachten der Sachverständigen ergaben jedoch keine Hinweise darauf, dass notwendige Kontrollen unterlassen wurden oder die Anlage unsachgemäß betrieben wurde. Laut der Staatsanwaltschaft Stralsund handelte es sich um eine unvorhersehbare Verkettung technischer Umstände. Da kein individuelles Verschulden feststellbar war, sieht die Behörde von einer Anklageerhebung ab.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat sich bei seinem Besuch in Berlin eine Currywurst und eine Flasche Pils gegönnt. Die Berliner Spezialität aß der 45-Jährige zusammen mit Begleitern gleich im Stehen an einer Bude gegenüber dem Hotel Adlon.

Der Dehoga Niedersachsen bietet Hotel- und Gastronomiebetrieben kostenlose Vorlagen an, um Gäste für den respektvollen Umgang mit internationalem Personal zu sensibilisieren. Damit reagiert der Verband auf zunehmende negative Rückmeldungen.

in Hotel in Bayern hat eine Buchung aus Israel mit einer antisemitischen Begründung abgelehnt. Nach Kritik entschuldigte sich das Hotel in der Oberpfalz per E-Mail bei dem Gast und lud diesen zu einem kostenlosen Urlaub ein.

Tui hat ein Ranking zu deutschen Freibädern vorgelegt, das auf Nutzerbewertungen basiert. Dabei wurden über 1.000 Anlagen anhand verschiedener Bewertungskriterien analysiert.

In Italien sind die Autobahnen teuer: Auch deutsche Urlauber kennen das. Jetzt soll es dort bei Staus infolge von Baustellen Geld zurück geben. Allerdings ist die Sache nicht einfach.

Ein Sorgerechtsstreit, der in einer Entführung endet: Seit fast einem Jahr beschäftigt der Fall Block das Landgericht Hamburg. Einer mutmaßlichen Täterin werfen Anwälte widersprüchliche Aussagen vor.

Im Buch «36 Boys. Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde» schildert der Journalist Paul Christoph Gäbler die Entstehung der Gang. Damals auch mit dabei: der heutige Sternekoch Tim Raue.

Johann Lafer hat sich erstmals selbst öffentlich zu seiner Krebserkrankung geäußert. Parallel berichten „Bild“ und „Bunte“ über Diagnose, Chemotherapie und den aktuellen Gesundheitszustand des Fernsehkochs.

Bei einem Streit in einer Bar in Lörrach hat ein Mann seine brennende Zigarette im Gesicht eines Barkeepers ausgedrückt und ihn dabei verletzt. Welche Rolle die anderen Gäste spielten.

Sommelier Mirko Rainer hat in Girlan bei Eppan einen neuen Weltrekord im Sabrieren aufgestellt. Innerhalb einer Minute öffnete er nach Angaben der Veranstalter 96 Sektflaschen mit einem Säbel.