Eugen Block hofft auf Hilfe der Justiz

| War noch was…? War noch was…?

Auf dem Neujahrsempfang 2026 der Hamburger Block-Gruppe hat sich Firmenchef Eugen Block zum Sorgerechtsstreit um seine Enkelkinder geäußert. «Ich hoffe sehr, dass im neuen Jahr die Hamburger Justiz mir und meiner Familie wirklich ein gutes Recht bringt und die nötige Hilfe beschert, die wir brauchen. Die Hilfe, damit die Kinder wieder zur Mama kommen», sagte der 85-Jährige vor mehr als hundert geladenen Gästen. 

Eugen Blocks Tochter Christina muss sich seit einem halben Jahr einem Prozess am Landgericht Hamburg stellen. Die 52-Jährige ist wegen Kindesentziehung angeklagt. Nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel soll sie den Auftrag gegeben haben, ihre Kinder - damals im Alter von zehn und 13 Jahren - vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen und nach Deutschland zu bringen. Vier Tage nach der Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 hatten die beiden Kinder auf gerichtliche Anweisung wieder zu ihrem Vater und dessen neuer Frau zurückkehren müssen.

«Ich hoffe sehr, dass auch der Hensel bald wirklich verklagt wird. Das ist der allein Schuldige», sagte Eugen Block. Hensel wurde ebenfalls wegen Kindesentziehung angeklagt, weil er die Kinder nach einem Wochenendbesuch bei sich behalten hatte. Wann es zu einem Prozess gegen ihn kommt, ist noch unklar. Eugen Block beendete seine Ansprache vor dem familieneigenen Hotel «Grand Elysée» mit den Worten: «So, und damit wünsche ich Ihnen heute Abend Freude, Abstand vom Gericht in diesem Jahr.»

Merz ist ein «Geschenk für Deutschland»

Eingangs hatte der 85-Jährige nicht mit lobenden Worten für Friedrich Merz gespart. «Er ist einer der besten Bundeskanzler nach Konrad Adenauer.» Der Gründer der Steakhaus-Kette «Block House» erwähnte die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie, die Abschwächung des Lieferkettengesetzes und die Abkehr vom Verbrenner-Aus im Jahre 2035. Die Entscheidungen der EU seien ein Werk von Friedrich Merz. Dieser sei «ein Geschenk für unser Deutschland».

Aus dem operativen Geschäft der Block-Gruppe hatte sich Eugen Block bereits 2016 zurückgezogen. Er ist aber weiter sehr präsent im Unternehmen und gilt als «Kopf und Herz» der Gruppe. 

Christina Block begrüßte lächelnd auf dem Empfang Gäste, ergriff aber nicht selbst das Wort. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Shanty-Chor «Luv un Lee». Die 15 Musiker intonierten zum Auftakt das Lied «Hoch im Norden weht ein rauer Wind». Der Prozess gegen Christina Block und sechs Mitangeklagte soll am Donnerstag fortgesetzt werden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.

In Deutschland kommen sie selten auf den Teller, in Frankreich gelten sie als Leckerbissen. Doch die Hitze hat auch den Schnecken zu schaffen gemacht. Drohen Engpässe beim Festtagsgericht?

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand. Unklar ist noch die Ursache.

Darf das Tagebuch der Angeklagten Christina Block verwertet werden? Über diese Frage wird im Landgericht Hamburg gestritten. Die Argumente der verschiedenen Parteien.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen kommen bei einem Hotelbrand in Westbengalen Menschen ums Leben. Diesmal ist die Millionenstadt Kolkata betroffen.

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand.

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenaussage abgeschlossen. Nun können sich die Verteidiger dazu äußern. Mehrere Anwälte erheben Vorwürfe gegen Polizei und Staatsanwaltschaft.