Glühwein jetzt auch als Rosé erlaubt

| War noch was…? War noch was…?

Roséfans können sich freuen. Ab diesem Jahr wird es erstmals auch offiziell Rosé-Glühweine geben. «Dabei paart sich der fruchtige Weinduft, der an Himbeeren oder Erdbeeren erinnert, mit den typischen Glühweingewürzen», schwärmt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) im Interview und erklärt, was neu daran ist.

Der ein oder andere wird stutzen: Gab's Rosé-Glühweine denn bisher noch nicht?

Ernst Büscher: Bis dato fand man sie nur vereinzelt als roséfarbene Heißgetränke mit Fantasienamen, weil Glühwein aus weinrechtlichen Gründen nur aus Rot- oder Weißwein hergestellt werden durfte. Aber weil die Rosés in den letzten Jahren immer beliebter wurden, hat man sie jetzt auch für die Glühweinbereitung zugelassen.

Das ist tatsächlich im Weinrecht geregelt?

Büscher: Ja, nach dem Weingesetz handelt es sich bei Glühwein um ein «aromatisiertes weinhaltiges Getränk», das aus Rot- und Weißwein und nun eben auch aus Roséwein hergestellt und gesüßt sowie gewürzt wird. Dabei darf Rosé-Glühwein auch aus einer Cuvée von Rot- und Weißwein hergestellt werden, was bei der Roséweinherstellung verboten ist.

Die Winzer bereiten ihre Rosé-Glühweine meist aus Rosés der Sorten Spätburgunder und Portugieser oder auch vom farbkräftigeren Dornfelder zu. Sie nehmen dafür immer eigene Weine und greifen häufig auf alte Hausrezepte zurück. Winzerglühweine gibt es mittlerweile auch immer öfter in Bioqualität oder vegan.

Der Zusatz von Alkohol ist bei Glühweinen ebenso verboten wie der von Wasser oder Farbstoffen. Der vorhandene Alkoholgehalt muss mindestens 7 Volumenprozent und weniger als 14,5 Volumentprozent aufweisen.

Wird übrigens alkoholfreier Wein mit Glühweingewürzen versetzt, darf er nicht als «alkoholfreier Glühwein», aber etwa als «aromatisiertes Getränk aus alkoholfreiem Rotwein» bezeichnet werden.

Worauf sollte man achten, wenn man ein Rosé-Glühwein selbst macht?

Büscher: Wer seinen Glühwein lieber selber kreieren möchte, sollte auf eine gute Qualität des Grundweins achten. Denn die kann man auch nach dem Würzen noch schmecken. Das gilt auch für die übrigen Zutaten. Zudem sollte der Glühwein nur dezent gewürzt werden, damit die fruchtigen Weinaromen noch schmeckbar bleiben und mit den zugegebenen Gewürzen eine schöne Harmonie ergeben.

Für einen guten Rosé-Glühwein empfiehlt sich beispielsweise ein Spätburgunder Rosé, der mit Apfel, Vanille, Sternanis und Zimt gewürzt wird. Nimmt man liebliche oder halbtrockene Rosés, muss man weniger nachsüßen.

Bei der Zubereitung eines Glühweins sollte man darauf achten, ihn nur bei mittlerer Hitze bis maximal etwa 70 Grad Celsius zu erwärmen. Wird er zu heiß oder gekocht, gehen die filigranen Fruchtaromen verloren und der Geschmack wird bitter. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat sich bei seinem Besuch in Berlin eine Currywurst und eine Flasche Pils gegönnt. Die Berliner Spezialität aß der 45-Jährige zusammen mit Begleitern gleich im Stehen an einer Bude gegenüber dem Hotel Adlon.

Der Dehoga Niedersachsen bietet Hotel- und Gastronomiebetrieben kostenlose Vorlagen an, um Gäste für den respektvollen Umgang mit internationalem Personal zu sensibilisieren. Damit reagiert der Verband auf zunehmende negative Rückmeldungen.

in Hotel in Bayern hat eine Buchung aus Israel mit einer antisemitischen Begründung abgelehnt. Nach Kritik entschuldigte sich das Hotel in der Oberpfalz per E-Mail bei dem Gast und lud diesen zu einem kostenlosen Urlaub ein.

Tui hat ein Ranking zu deutschen Freibädern vorgelegt, das auf Nutzerbewertungen basiert. Dabei wurden über 1.000 Anlagen anhand verschiedener Bewertungskriterien analysiert.

In Italien sind die Autobahnen teuer: Auch deutsche Urlauber kennen das. Jetzt soll es dort bei Staus infolge von Baustellen Geld zurück geben. Allerdings ist die Sache nicht einfach.

Ein Sorgerechtsstreit, der in einer Entführung endet: Seit fast einem Jahr beschäftigt der Fall Block das Landgericht Hamburg. Einer mutmaßlichen Täterin werfen Anwälte widersprüchliche Aussagen vor.

Im Buch «36 Boys. Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde» schildert der Journalist Paul Christoph Gäbler die Entstehung der Gang. Damals auch mit dabei: der heutige Sternekoch Tim Raue.

Johann Lafer hat sich erstmals selbst öffentlich zu seiner Krebserkrankung geäußert. Parallel berichten „Bild“ und „Bunte“ über Diagnose, Chemotherapie und den aktuellen Gesundheitszustand des Fernsehkochs.

Bei einem Streit in einer Bar in Lörrach hat ein Mann seine brennende Zigarette im Gesicht eines Barkeepers ausgedrückt und ihn dabei verletzt. Welche Rolle die anderen Gäste spielten.

Sommelier Mirko Rainer hat in Girlan bei Eppan einen neuen Weltrekord im Sabrieren aufgestellt. Innerhalb einer Minute öffnete er nach Angaben der Veranstalter 96 Sektflaschen mit einem Säbel.